Vertiv / Energiemanagement

NetSure 531 A31-S2 Geräteinformationen & Support

Das Vertiv NetSure 531 A31-S2 ist ein kompaktes 5HE 19-Zoll-Baugruppenträger-Gleichstromsystem (-48V DC) mit einer Nennkapazität von bis zu 120A für Telekommunikationsnetze.

Geräteübersicht

Hersteller
Vertiv
Gerätemodell
NetSure 531 A31-S2
Gerätetyp
Energiemanagement
Controller- / Firmware-Version
Am installierten System abzugleichen
Vollständige Produktspezifikationen anzeigen
Vertiv NetSure 531 A31-S2 Offizielles Hardware-Foto auf weißem Hintergrund Ansicht 3

Die nachstehenden Daten entstammen dem aktuellen Produktkatalog. Controller, Softwareversion und Konfiguration des installierten Systems sind separat abzugleichen.

AC-Eingangsspannungsbereich
85VAC ~ 300VAC (Nenn 220VAC) VAC
Intelligente Überwachungs-Steuereinheit
M221S / M522B Steuereinheit
Kühlmethode
Temperaturgeregelte DC-Lüfterkühlung
Nennausgangsspannung
-48VDC VDC
Nennausgangsstrom
120A (Systemleistung 5.8kW)
Verwaltbare Gleichrichteranzahl
3 Steckplätze für R48-2000e3 / R48-2900U

Alarme & Störungsbehebung

AC_MAINS_FAIL
Controller Alarm-LED gelb/rot AN, grüne Betriebs-LED am Gleichrichter AUS, gelbe Schutz-LED blinkt
Vollständiger Netzausfall, Auslösung des vorgeordneten AC-Leitungsschutzschalters oder AC-Spannung außerhalb des Betriebsbereichs (<85VAC oder >300VAC).
1. Phasen- und verkettete Spannungen an den AC-Eingangsklemmen mit dem Multimeter messen; 2. Stellung des Hauptschalters und Zustand der Überspannungsableiter prüfen; 3. Liegt die Eingangsspannung im Bereich 85–300VAC, internen AC-Kabelbaum zum Gleichrichterträger prüfen; 4. Bei Netzausfall Entladestrom und Restautonomie der Batterie am Controller überwachen, ggf. Notstromaggregat anfordern.
RECTIFIER_COMM_FAIL
Controller Warn-LED gelb AN, gelbe Schutz-LED des betroffenen Gleichrichters blinkt
Unterbrechung der internen CAN-Bus-Kommunikation zwischen Controller und Gleichrichter, oxidierte Kontakte auf der Rückwandplatine oder defekte Schnittstellenelektronik.
1. Betroffenes Modul entriegeln, herausziehen und rückseitige CAN-Steckkontakte auf Verbogenheit oder Staub prüfen; 2. Modul fest einschieben und Hebel verriegeln; 3. Bleibt der Alarm aktiv, Modul in einen freien Steckplatz stecken, um zu prüfen, ob der Gleichrichter oder der Slot-Backplane-Bus defekt ist; 4. Auto-Enumeration/Modulsuche im Controller-Menü neu anstoßen; 5. Defektes Modul austauschen.
DC_VOLTAGE_LOW
Controller Alarm-LED rot dauerhaft AN, akustischer Summer aktiv, Gleichrichter zeigen ggf. gelbe LED
Längerer AC-Netzausfall mit fortschreitender Batterieentladung, Ausfall mehrerer Gleichrichtermodule (Last übersteigt Restleistung) oder DC-Kurzschluss/Überlast, wodurch die Busspannung unter die Warnschwelle sinkt (meist < -45,0V DC).
1. Netzversorgungsstatus umgehend prüfen und Notstromaggregat mobilisieren; 2. Status der Gleichrichter kontrollieren und fehlerhafte Einheiten unverzüglich tauschen; 3. Gesamten Laststrom mit der verbleibenden Gleichrichterkapazität abgleichen; 4. Manuelle Lastabwürfe sekundärer Verbraucher einleiten, um ein Auslösen der BLVD-Abschaltung zu verhindern; 5. Lastabgänge auf Kurzschlüsse oder Isolationsfehler absuchen.
BLVD_DISCONNECT
Controller Alarm-LED rot permanent AN, Busspannung null (sofern keine Gleichrichter aktiv), Dauerton des Summers
Batteriespannung hat die Tiefentladeschwelle (z. B. -43,2V DC) erreicht, wodurch der BLVD-Schütz geöffnet wurde, oder Defekt am Schützantrieb bzw. Hilfskontakt.
1. Höchste Prioritätsstufe (Standortausfall). AC-Versorgung schnellstmöglich wiederherstellen (Netz oder Aggregat); 2. Sobald die Gleichrichter aktiv sind und die Busspannung über den Wiedereinschaltschwellwert (-48V DC) anheben, automatischen Schluss des BLVD-Schützes kontrollieren; 3. Bleibt der Schütz offen, manuellen Schließbefehl über das Controller-Menü ausführen und Steuerspannung an der Schützspule messen; 4. Batteriespannung überprüfen, um Kurzschlüsse einzelner Zellen auszuschließen, bevor der Ladestrom ansteigt.
BATT_TEMP_HIGH
Controller Warn-LED gelb AN, Benutzeroberfläche zeigt Batterietemperatur-Warnung an
Ausfall der Schrankkühlung/Klimaanlage, extrem hohe Umgebungstemperatur, defekter NTC-Sensor oder beginnendes thermisches Durchgehen (Thermal Runaway) einzelner Batteriezellen (Grenzwert meist > +50°C).
1. Mit einem Infrarot-Thermometer alle Batterieblöcke abtasten, um punktuelle Überhitzungen einzelner Zellen zu lokalisieren; 2. Lüfterbaugruppen, Wärmetauscher bzw. Klimageräte des Schaltschranks auf einwandfreie Funktion und saubere Filtermatten prüfen; 3. Angezeigten Temperaturwert am Controller mit realer Messung abgleichen, um Sensorfehler auszuschließen; 4. Bei Verformung/Überhitzung Batterieladestrom am Controller sofort drosseln (z. B. auf 0,05C10), Ausgleichsladung sperren und beschädigte Batterieblöcke austauschen.

Vollständiges Betriebs- und Störungsbehebungshandbuch anfordern

Diese Seite führt die im Feldeinsatz am häufigsten auftretenden kritischen Alarmcodes auf. Vollständige Hersteller-Fehlercodematrizen, detaillierte Schaltpläne und Firmware-Konfigurationshandbücher werden autorisierten Kunden bei Projektbeschaffung und Auslieferung zusammen mit dediziertem FAE-Support bereitgestellt.

Vor-Ort-Daten erfassen

  1. 01

    Exaktes Modell identifizieren

    Erfassen Sie die Daten vom Typenschild, das Systemmodell sowie die Bezeichnung von Controller und Baugruppen.

  2. 02

    Alarmdetails festhalten

    Notieren Sie den vollständigen Alarmtext, LED-Signalfarben, den Zeitpunkt und ob der Fehler dauerhaft ansteht.

  3. 03

    Kürzliche Änderungen dokumentieren

    Erfassen Sie kürzlich durchgeführte Komponententausche, Softwareupdates oder Konfigurationsänderungen.

Erfassen Sie alle in der Systemoberfläche sichtbaren Parameter. Elektrische Messungen, Demontagen und Komponententausche müssen nach Herstellervorgaben und durch qualifiziertes Fachpersonal erfolgen.

Ihr Modell und diese Angaben werden in das Anfrageformular übernommen, damit Sie sie vor dem Absenden prüfen können.

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