AC_FAIL (AC-Eingangsfehler)
RUN-LED (grün) AUS, FAULT-LED (rot) oder ALM-LED (gelb) leuchtet dauerhaft
Netzausfall, AC-Eingangs-Leitungsschutzschalter ausgelöst, Phasenspannung < 80 VAC oder > 300 VAC, Wackelkontakt am Rückwandstecker
1. Eingangsspannung L/N mit Multimeter messen; Sollwert muss zwischen 85 VAC und 295 VAC liegen.
2. Prüfen, ob der zugehörige Leitungsschutzschalter im AC-Verteilerfeld geschlossen und intakt ist.
3. Modul ziehen und hintere Steckverbinderleiste auf Brandspuren oder verbogene Pins überprüfen.
4. Wenn Eingangsspannung und Schalter in Ordnung sind, Gleichrichtermodul austauschen.
DC_OVP (DC-Ausgangsüberspannungs-Abschaltung)
FAULT-LED (rot) leuchtet dauerhaft, RUN-LED (grün) AUS
Ausfall des internen PWM-Regelkreises, driftender Schwellenwert der Steuereinheit oder externe Überspannung oberhalb der Hardware-Abschaltschwelle (≥59,5V–60V)
1. Alarmiertes Modul herausziehen; DC-Sammelschienenspannung prüfen (Normalbereich 48V–56,4V).
2. Überspannungs-Abschaltschwelle an der Überwachungseinheit (CSU) prüfen (Standard: 58,5V–59,0V).
3. AC-Versorgung trennen, 3 Minuten warten, bis Kondensatoren entladen sind, dann neu einsetzen und zuschalten.
4. Verriegelt das Modul erneut sofort mit roter LED, liegt ein interner Reglerschaden vor; Modul tauschen.
OVER_TEMP (Übertemperaturschutz/Abschaltung)
ALM-LED (gelb) leuchtet bei Leistungsreduzierung; FAULT-LED (rot) leuchtet bei Notabschaltung
Raumtemperatur über 55°C, verstopfte Staubfiltermatte, starke Verstaubung der internen Kühlkörper, oder interner NTC-Temperatursensor defekt
1. Klimaanlage im Betriebsraum prüfen; Ansauglufttemperatur muss im zulässigen Bereich (-5°C bis +45°C) liegen.
2. Staubfilter der Schrankfront reinigen und Luftansaugöffnungen von Fremdkörpern befreien.
3. Modul entnehmen und interne Kühlrippen vorsichtig mit trockener Druckluft von Staub befreien.
4. Modul unter Einschaltschwelle abkühlen lassen; bleibt die Meldung trotz normaler Temperatur aktiv, Modul ersetzen.
FAN_FAIL (Lüfterfehler/Drehzahlblockade)
ALM-LED (gelb) blinkt oder leuchtet dauerhaft, Modulleistung wird automatisch um 50% reduziert
Lüfterflügel durch Fremdkörper mechanisch blockiert, Lagerschaden/Lager festgelaufen, Kabelbaum gelöst oder Tachosignalschaltung defekt
1. Lüftungsgitter an der Gerätefront auf Verunreinigungen oder eingeklemmte Kabel prüfen.
2. Modul spannungsfrei schalten, herausziehen und Leichtgängigkeit des Lüfterrads von Hand kontrollieren.
3. Gehäusedeckel öffnen und den 4-Pin-Lüfterstecker auf festen Sitz auf der Steuerplatine prüfen.
4. Dreht der Lüfter frei und ist der Stecker intakt, läuft er dennoch nicht an, Lüfterbaugruppe oder Modul austauschen.
COMM_FAIL (CAN-Bus-Kommunikationsverlust & Stromaufteilungsfehler)
ALM-LED (gelb) blinkt langsam mit 1 Hz, RUN-LED (grün) leuchtet dauerhaft
CAN-Signalpins der Rückwandplatine verbogen/oxidiert, Kommunikationsschnittstelle der CSU defekt, CAN-Transceiver beschädigt oder Bus-Abschlusswiderstand fehlt (>10% Stromteilungsfehler)
1. CSU-Bedieneinheit prüfen; falls alle Gleichrichter offline sind, zuerst den CSU-Controller und Buskabel kontrollieren.
2. Ist nur ein Modul betroffen, ziehen und die Kontakte CAN_H, CAN_L und GND auf der Rückwand prüfen.
3. Abschlusswiderstand der CAN-Leitung mit Multimeter prüfen; der Wert zwischen CAN_H und CAN_L muss 50Ω bis 65Ω betragen.
4. Modul in einen freien Steckplatz umsetzen; wandert der Fehler mit, Kommunikationsschaltkreis defekt, Modul austauschen.