Vertiv / DC-Stromversorgungssysteme

Vertiv R48-3500E3 Geräteinformationen & Support

Das Vertiv R48-3500E3 ist ein hocheffizientes AC/DC-Schaltgleichrichtermodul, das für hochdichte Telekommunikationsstandorte und Unternehmensrechenzentren entwickelt wurde. Mit fortschrittlicher Vollbrücken-Resonanztopologie und digitaler DSP-Steuerung unterstützt es einen Eingangsspannungsbereich von 85V bis 300V AC und liefert eine Nennleistung von 3500W bei -48V DC mit einem Wirkungsgrad von bis zu 96,5 % (Titanium-Klasse), autonomer aktiver Lastverteilung und Hot-Swap-Fähigkeit.

Geräteübersicht

Hersteller
Vertiv
Gerätemodell
Vertiv R48-3500E3
Gerätetyp
DC-Stromversorgungssysteme
Controller- / Firmware-Version
Am installierten System abzugleichen
Vollständige Produktspezifikationen anzeigen
Vertiv R48-3500E3 Hocheffizientes Telekom-Schaltgleichrichtermodul 48V 3500W

Die nachstehenden Daten entstammen dem aktuellen Produktkatalog. Controller, Softwareversion und Konfiguration des installierten Systems sind separat abzugleichen.

Nennausgangsleistung
3500W High Power Output
Nennausgangsstrom
67.3A (Max Current at 58V DC)
Wandlungswirkungsgrad
≥ 96.5% (Titanium Grade Efficiency)
Ausgangsleistungsfaktor (cos φ)
≥ 0.99 (Ultra-Low Harmonic Distortion THD<5%)
Kühlverfahren
Built-in Temperature Controlled Variable Fan (Low Noise)
DC-Nennausgangsspannung
-48V DC (Adjustment Range: -42V ~ -58V DC)

Alarme & Störungsbehebung

AC_IN_FAIL (AC-Eingangsstörung / Unter-Überspannung)
Grüne LED (Betrieb) aus, Gelbe LED (Schutz) leuchtet dauerhaft
Netzausfall, AC-Eingangsspannung <85VAC oder >305VAC, ausgelöster AC-Leitungsschutzschalter oder lose Klemmenverbindung.
1. AC-Eingangsspannung an den L/N-Rückwandklemmen mit True-RMS-Multimeter prüfen (Sollbereich: 85VAC–300VAC). 2. Den vorgeschalteten Leitungsschutzschalter und den Überspannungsschutz (SPD) auf Auslösung prüfen. 3. Modul auswerfen und fest neu einsetzen; bleibt der Fehler bei normaler Eingangsspannung bestehen, Gleichrichter tauschen.
DC_OV_LOCK (DC-Ausgangsüberspannung Selbstverriegelung)
Rote LED (Störung) leuchtet dauerhaft, Grüne LED aus
Ausgangsspannung überschreitet HVSD-Hardwaregrenzwert (58,5–60VDC), interner Regelkreis defekt oder Fremdeinspeisung über Sammelschiene.
1. Modul ziehen, 3 Minuten warten, bis alle Kondensatoren entladen sind und die LEDs erlöschen, danach wieder einstecken. 2. Startet das Modul normal, Schwellenwerte für Überspannung im Systemcontroller auf Fehlinstallation überprüfen. 3. Tritt die Verriegelung mit roter LED sofort wieder auf, liegt ein interner Halbleiterschaden vor; Modul sofort austauschen.
OTP_DERATE (Übertemperaturschutz und thermische Leistungsbegrenzung)
Gelbe LED blinkt (Leistungsderating) oder leuchtet dauerhaft bei abgeschalteter grüner LED (Abschaltung)
Umgebungstemperatur über +55°C (Derating-Bereich, >+65°C Vollabschaltung), verstopfte Luftfiltermatten, blockierte Kühlschlitze oder Schmutzablagerung.
1. Klimaanlage prüfen und sicherstellen, dass die Lufteinlasstemperatur am Rack unter +45°C liegt. 2. Frontfiltermatten und Lüftungsschlitze des Gleichrichters von Staub befreien. 3. Prüfen, ob der Lüfter bei Übertemperatur auf Maximaldrehzahl hochfährt; bei Defekt des internen NTC-Sensors Modul austauschen.
FAN_FAIL (Lüfter blockiert / Lüfterdrehzahlfehler)
Rote LED (Störung) blinkt (0,5–1 Hz), Gelbe LED (Schutz) leuchtet dauerhaft
Lüfterflügel durch Fremdkörper blockiert, Lagerschaden, Ausfall des Tachosignals oder Defekt der internen Treiberstufe.
1. Sichtprüfung des Lüftergitters auf Fremdkörper oder Hindernisse durchführen. 2. Modul entnehmen und Lüfterrad manuell drehen, um Leichtgängigkeit des Kugellagers zu prüfen. 3. Lässt sich das Rad frei drehen, läuft der Lüfter aber nicht an oder blinkt die rote LED weiter, Lüfterbaugruppe oder Modul tauschen.
CAN_COMM_FAIL (CAN-Bus Kommunikationsverlust / Stromaufteilungsfehler)
Grüne LED leuchtet dauerhaft, Gelbe LED blinkt langsam (0,5 Hz)
CAN-Bus-Verbindung zwischen Gleichrichter und Controller unterbrochen, Adresskonflikt, korrodierte Rückwand-Pins oder Stromasymmetrie >±10% im Parallelbetrieb.
1. Am Systemcontroller prüfen, ob der Gleichrichter erkannt wird und ordnungsgemäß gelistet ist. 2. Modul entnehmen und Steckverbinder-Pins (CAN-H / CAN-L) auf Verbiegung und Schmutz prüfen; Kontakte reinigen und neu einsetzen. 3. Melden alle Einschübe Busausfall, CAN-Bus-Abschlusswiderstand messen (Sollwert: ca. 60 Ohm im spannungsfreien Zustand), um Busunterbrechungen aufzudecken.

Vollständiges Betriebs- und Störungsbehebungshandbuch anfordern

Diese Seite führt die im Feldeinsatz am häufigsten auftretenden kritischen Alarmcodes auf. Vollständige Hersteller-Fehlercodematrizen, detaillierte Schaltpläne und Firmware-Konfigurationshandbücher werden autorisierten Kunden bei Projektbeschaffung und Auslieferung zusammen mit dediziertem FAE-Support bereitgestellt.

Vor-Ort-Daten erfassen

  1. 01

    Exaktes Modell identifizieren

    Erfassen Sie die Daten vom Typenschild, das Systemmodell sowie die Bezeichnung von Controller und Baugruppen.

  2. 02

    Alarmdetails festhalten

    Notieren Sie den vollständigen Alarmtext, LED-Signalfarben, den Zeitpunkt und ob der Fehler dauerhaft ansteht.

  3. 03

    Kürzliche Änderungen dokumentieren

    Erfassen Sie kürzlich durchgeführte Komponententausche, Softwareupdates oder Konfigurationsänderungen.

Erfassen Sie alle in der Systemoberfläche sichtbaren Parameter. Elektrische Messungen, Demontagen und Komponententausche müssen nach Herstellervorgaben und durch qualifiziertes Fachpersonal erfolgen.

Ihr Modell und diese Angaben werden in das Anfrageformular übernommen, damit Sie sie vor dem Absenden prüfen können.

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