Vertiv / Präzisionsklimatisierung

Vertiv Liebert DataMate3000 DME12 Precision AC Geräteinformationen & Support

Das Vertiv Liebert DataMate3000 DME12 ist ein industrielles 12,5-kW-Präzisionsklimasystem für kleine und mittlere Serverräume. Basierend auf dem Prinzip von hohem Luftvolumenstrom und geringer Enthalpiedifferenz mit einem sensiblen Wärmeverhältnis (SHR) von über 0,90, integriert es einen hocheffizienten Compliant-Scroll-Verdichter und eine intelligente Mikroprozessorsteuerung zur kontinuierlichen 24/7/365-Temperatur- und Feuchtestabilisierung.

Geräteübersicht

Hersteller
Vertiv
Gerätemodell
Vertiv Liebert DataMate3000 DME12 Precision AC
Gerätetyp
Präzisionsklimatisierung
Controller- / Firmware-Version
Am installierten System abzugleichen
Vollständige Produktspezifikationen anzeigen
Vertiv Liebert DataMate3000 DME12 12,5 kW Kompakt-Präzisionsklimagerät für Serverräume

Die nachstehenden Daten entstammen dem aktuellen Produktkatalog. Controller, Softwareversion und Konfiguration des installierten Systems sind separat abzugleichen.

Nennkälteleistung
12.5kW (High Airflow, Low Enthalpy Precision Room Cooling Capacity)
Sensibler Wärmefaktor (SHR)
≥ 0.90 (Ultra-High Sensible Heat Ratio for Maximum Sensible Cooling)
Verdichterbauart
High-Efficiency Compliant Scroll Compressor (High Reliability)
Luftführungskonzept
Upflow / Front-Return (or Downflow) High-Volume Air Distribution
Controller-Klassifizierung und Typ
Large Graphical Microprocessor Multi-Language Controller
Kältemittelart
R410A Eco-Friendly Non-Ozone Depleting Refrigerant

Alarme & Störungsbehebung

HP_ALM (Kompressor-Hochdruckabschaltung)
Alarm-LED (rot dauerhaft), Betriebs-LED (grün aus), LCD zeigt 'HP ALARM'
Verschmutzter Außenverflüssiger; Ausfall des Verflüssigerlüftermotors oder Drehzahlreglers; Kältemittelüberfüllung; Fremdgase im Kältekreislauf; Hochdruckschalter defekt.
1. Verflüssiger-Lamellenblock gründlich reinigen, um den Luftstrom sicherzustellen. 2. Spannungsversorgung des Verflüssigerlüfters und Signal des Drehzahlreglers prüfen. 3. Monteurhilfe anschließen und Heißgasdruck prüfen (Auslöseschwelle ca. 2,8 MPa); Kältemittelfüllung und Fremdgasfreiheit sicherstellen. 4. Nach Druckabfall die manuelle Hochdruck-Rückstelltaste drücken und den Alarm am Bedienteil quittieren.
LP_ALM (Kompressor-Niederdruckabschaltung)
Alarm-LED (rot dauerhaft), LCD zeigt 'LP ALARM', Kompressor nach Anlaufverzögerung verriegelt
Kältemittelverlust durch Leckage; verschmutzter Raumluftfilter; Keilriemenriss oder Ausfall des Innenventilators; thermisches Expansionsventil (TEV) verstopft/vereist oder Fühler undicht; Magnetventil öffnet nicht.
1. Luftfilter und Verdampferregister auf Vereisung oder Verschmutzung prüfen; Filter reinigen/erneuern. 2. Drehrichtung und Keilriemenspannung des Innenlüfters sowie Funktion des Schützes überprüfen. 3. Saugdruck über Monteurhilfe messen (Abschaltung ca. 0,15–0,20 MPa); Dichtheitsprüfung mit Stickstoff/Gasspürgerät durchführen. 4. Leckstelle beseitigen, Filtertrockner austauschen, System auf unter 500 Micron evakuieren, Kältemittel nach Typenschild füllen und quittieren.
AIR_LOSS (Luftstromausfall-Alarm)
Alarm-LED (rot blinkend), LCD zeigt 'LOSS OF AIRFLOW', Heizung und Befeuchter zwangsverriegelt
Überlastrelais des Innenlüfters ausgelöst; Keilriemen gerissen oder abgerutscht; Druckmessschläuche der Differenzdruckdose abgezogen, geknickt oder verstopft; Differenzdruckschalter defekt.
1. Hauptschalter ausschalten, Lüftertür öffnen, Keilriemen auf Risse und Riemenspannung prüfen; bei Bedarf austauschen. 2. Motorwicklungen durchmessen, Motorschutzrelais zurücksetzen und die Stromaufnahme im Betrieb messen. 3. Anschlüsse und Schläuche der Differenzdruckdose auf Knicke, Verschmutzungen und festen Sitz kontrollieren. 4. Wirkdruck bei laufendem Ventilator mit Differenzdruckmessgerät prüfen (Einstellung ca. 50–100 Pa) und Schaltkontakt durchklingeln.
HI_TEMP (Alarm hohe Rücklufttemperatur)
Alarm-LED (rot dauerhaft), akustischer Summer aktiv, LCD lässt aktuellen Rückluftwert blinken
IT-Wärmelast überschreitet die Kälteleistung; Kompressor durch Störung gesperrt oder läuft nicht an; Rückluft-Temperaturfühler defekt, Wackelkontakt oder Drift; fehlerhafter Sollwert konfiguriert.
1. Angezeigte Temperatur mit Referenz-Messgerät abgleichen; Fühler kalibrieren oder austauschen bei Abweichung >2°C. 2. Fühlerkabel an den Eingangsklemmen der Hauptplatine auf festen Sitz prüfen; Fühlerwiderstandskennlinie messen. 3. Kompressorschütz, Magnetventil und Schauglas kontrollieren, um den normalen Kältebetrieb zu verifizieren. 4. Falls Kältekreis ordnungsgemäß kühlt, aber Temperatur weiter steigt, IT-Überlast prüfen und Redundanzgerät zuschalten.
WATER_HIGH (Alarm Kondensathochwasser)
Alarm-LED (rot dauerhaft), LCD zeigt 'HIGH WATER LEVEL', Kälte und Befeuchter verriegelt zur Überlaufverhinderung
Kondensatablaufleitung verstopft oder abgeknickt; Kondensathebepumpe spannungslos oder Pumpenmotor defekt; Schwimmerschalter im oberen Anschlag blockiert; Ablaufwanne verschmutzt.
1. Kondensatwanne kontrollieren und Schmutz, Biofilme und Verstopfungen am Auslauf entfernen. 2. Spannungsversorgung (220V) an den Klemmen der Kondensatpumpe nachmessen. 3. Schwimmerschalter manuell auf Leichtgängigkeit prüfen und Durchgang des Meldekontakts mit Multimeter messen. 4. Ablaufleitung durchspülen/ausblasen, Wasser in den Behälter füllen, um den automatischen Abpumpzyklus zu verifizieren, und Alarm quittieren.

Vollständiges Betriebs- und Störungsbehebungshandbuch anfordern

Diese Seite führt die im Feldeinsatz am häufigsten auftretenden kritischen Alarmcodes auf. Vollständige Hersteller-Fehlercodematrizen, detaillierte Schaltpläne und Firmware-Konfigurationshandbücher werden autorisierten Kunden bei Projektbeschaffung und Auslieferung zusammen mit dediziertem FAE-Support bereitgestellt.

Vor-Ort-Daten erfassen

  1. 01

    Exaktes Modell identifizieren

    Erfassen Sie die Daten vom Typenschild, das Systemmodell sowie die Bezeichnung von Controller und Baugruppen.

  2. 02

    Alarmdetails festhalten

    Notieren Sie den vollständigen Alarmtext, LED-Signalfarben, den Zeitpunkt und ob der Fehler dauerhaft ansteht.

  3. 03

    Kürzliche Änderungen dokumentieren

    Erfassen Sie kürzlich durchgeführte Komponententausche, Softwareupdates oder Konfigurationsänderungen.

Erfassen Sie alle in der Systemoberfläche sichtbaren Parameter. Elektrische Messungen, Demontagen und Komponententausche müssen nach Herstellervorgaben und durch qualifiziertes Fachpersonal erfolgen.

Ihr Modell und diese Angaben werden in das Anfrageformular übernommen, damit Sie sie vor dem Absenden prüfen können.

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