Vertiv / DC-Stromversorgungssysteme

R48-5800A Geräteinformationen & Support

Der Vertiv R48-5800A ist ein hochbelastbares 5800W (-48V/100A Spitze) Schaltnetzteil-Gleichrichtermodul für Vermittlungsstellen-Telekom-Stromversorgungsanlagen wie NetSure 801.

Geräteübersicht

Hersteller
Vertiv
Gerätemodell
R48-5800A
Gerätetyp
DC-Stromversorgungssysteme
Controller- / Firmware-Version
Am installierten System abzugleichen
Vollständige Produktspezifikationen anzeigen
Vertiv R48-5800A Hochleistungs-Telekom-Gleichrichtermodul -48V 100A 5800W

Die nachstehenden Daten entstammen dem aktuellen Produktkatalog. Controller, Softwareversion und Konfiguration des installierten Systems sind separat abzugleichen.

AC-Eingangsspannung
260VAC ~ 530VAC (three-phase three-wire AC system)
DC-Nennausgangsspannung
-48 V DC
Kühlverfahren
Rear-exhaust forced-air cooling with temperature-controlled stepless speed regulation

Alarme & Störungsbehebung

HVSD_ALM (Gleichstrom-Ausgangsüberspannungssperre)
Rote Alarm-LED leuchtet dauerhaft, grüne Betriebs-LED aus
Ausgangsspannung hat Überspannungsschwelle überschritten (>59,5 VDC) oder interner Regelkreis defekt, Hardware-Selbsthaltung zum Schutz aktiviert
1. AC-Leitungsschutzschalter ausschalten, Gleichrichtermodul ziehen und 3 Minuten warten, bis Kondensatoren entladen sind. 2. Spannungssollwerte (Erhaltungs-/Starkladung) an der Systemsteuerung (NCU) prüfen (Soll: 53,5V-56,4V). 3. Modul wieder einstecken und einschalten; tritt HVSD sofort wieder auf, liegt ein interner Sensordefekt vor, Modul austauschen.
AC_FAIL (Netzeingangsausfall / Grenzwertüberschreitung)
Gelbe Schutz-LED leuchtet dauerhaft, grüne LED aus (bei komplettem Netzausfall alle aus)
Netzausfall, Auslösen des vorgeschalteten AC-Leitungsschutzschalters oder Netzspannung außerhalb des Toleranzbereichs (<85VAC oder >290VAC)
1. Netzspannung (L-N) an den Steckverbindern der Baugruppenträger-Rückwand messen (Nennwert 176-264VAC, Betriebsbereich 85-290VAC). 2. Modulspezifischen AC-Leitungsschutzschalter und vorgeschalteten Überspannungsschutz (SPD) kontrollieren. 3. Liegt Netzspannung fehlerfrei an, aber die Störung bleibt bestehen, interne Eingangssicherung prüfen oder Modul austauschen.
OTP_SHUTDOWN (Abschaltung wegen Übertemperatur)
Gelbe LED blinkt (Leistungsreduzierung) oder Gelb/Rot dauerhaft an (thermische Abschaltung)
Umgebungstemperatur überschritten (>65°C), Lufteinlassgitter verstaubt/blockiert oder Kühlkörpertemperatur hat Schutzgrenze (>105°C) überschritten
1. Klimaanlage der Station prüfen; Lufteintrittstemperatur am Baugruppenträger muss innerhalb der Spezifikation liegen (<45°C). 2. Frontgitter und Kühlkanäle mit ESD-sicherer Druckluft von Schmutz und Flusen befreien. 3. Modul abkühlen lassen (<85°C Hystereseschwelle); das Modul startet automatisch neu. Falls keine Rückstellung erfolgt, Temperatursensor defekt.
FAN_FAIL (Lüfterausfall / Drehzahlabweichung)
Rote Alarm-LED blinkt oder leuchtet dauerhaft, gelbe Schutz-LED an
Lüfterlagerschaden, Blockade der Lüfterflügel durch Fremdkörper, Verlust des Tachosignals oder Defekt der Lüftertreiberstufe
1. Sichtprüfung auf Fremdkörper im Lüfterflügel; im spannungslosen Zustand Freigängigkeit des Lüfters prüfen. 2. Modul ziehen und Steckverbindung des Lüfterkabels auf der Steuerplatine auf festen Sitz prüfen. 3. Modul neu starten; läuft der Lüfter nicht an oder bleibt der Drehzahlalarm aktiv, Lüfterbaugruppe oder Modul austauschen.
CAN_COMM_FAIL (CAN-Bus-Kommunikationsverlust & Stromaufteilungsfehler)
Gelbe LED blinkt langsam mit 0,5 Hz, grüne Betriebs-LED dauerhaft an
Kontaktproblem der CAN-Pins am Steckverbinder der Rückwand, Busfehler im Baugruppenträger, fehlender Abschlusswiderstand (120 Ohm) oder Adresskonflikt
1. Modul entnehmen und Steckerleiste auf verbogene, eingedrückte oder korrodierte CAN-Pins kontrollieren. 2. Modul fest in den Steckplatz einschieben und verriegeln; prüfen, ob die Steuerung (NCU) die Seriennummer des Moduls wieder erkennt. 3. Verlieren alle Module gleichzeitig den CAN-Bus, System-Controller und CAN-Abschlusswiderstände (120 Ohm) auf der Rückwand prüfen.

Vollständiges Betriebs- und Störungsbehebungshandbuch anfordern

Diese Seite führt die im Feldeinsatz am häufigsten auftretenden kritischen Alarmcodes auf. Vollständige Hersteller-Fehlercodematrizen, detaillierte Schaltpläne und Firmware-Konfigurationshandbücher werden autorisierten Kunden bei Projektbeschaffung und Auslieferung zusammen mit dediziertem FAE-Support bereitgestellt.

Vor-Ort-Daten erfassen

  1. 01

    Exaktes Modell identifizieren

    Erfassen Sie die Daten vom Typenschild, das Systemmodell sowie die Bezeichnung von Controller und Baugruppen.

  2. 02

    Alarmdetails festhalten

    Notieren Sie den vollständigen Alarmtext, LED-Signalfarben, den Zeitpunkt und ob der Fehler dauerhaft ansteht.

  3. 03

    Kürzliche Änderungen dokumentieren

    Erfassen Sie kürzlich durchgeführte Komponententausche, Softwareupdates oder Konfigurationsänderungen.

Erfassen Sie alle in der Systemoberfläche sichtbaren Parameter. Elektrische Messungen, Demontagen und Komponententausche müssen nach Herstellervorgaben und durch qualifiziertes Fachpersonal erfolgen.

Ihr Modell und diese Angaben werden in das Anfrageformular übernommen, damit Sie sie vor dem Absenden prüfen können.

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