Vertiv / DC-Stromversorgungssysteme

R48-2000e3 Geräteinformationen & Support

Das R48-2000e3 ist ein hocheffizientes Stromversorgungssystem, das speziell für Telekommunikationseinrichtungen und industrielle Infrastrukturen entwickelt wurde.

Geräteübersicht

Hersteller
Vertiv
Gerätemodell
R48-2000e3
Gerätetyp
DC-Stromversorgungssysteme
Controller- / Firmware-Version
Am installierten System abzugleichen
Vollständige Produktspezifikationen anzeigen
Vertiv R48-2000e3 Hocheffizientes Telekom-Gleichrichtermodul -48V 2000W

Die nachstehenden Daten entstammen dem aktuellen Produktkatalog. Controller, Softwareversion und Konfiguration des installierten Systems sind separat abzugleichen.

Wandlungswirkungsgrad
≥96.2%
AC-Eingangsspannung
85VAC ~ 300VAC
DC-Nennausgangsspannung
-42VDC ~ -58VDC (Nominal -48VDC)
Kühlverfahren
Front-to-rear air cooling with a temperature-controlled DC fan

Alarme & Störungsbehebung

AC_IN_FAIL / AC_DERATE (AC-Netzausfall / Unter- bzw. Überspannungs-Derating)
Power-LED (Grün) AUS oder blinkt; Schutz-LED (Gelb) Dauerlicht; Störungs-LED (Rot) AUS.
Netzausfall, Phasenunterbrechung, lose Klemmverbindungen oder AC-Spannung außerhalb des Betriebsbereichs (<85 VAC bewirkt Leistungsreduzierung/Abschaltung, >290 VAC löst Überspannungsschutz aus).
1. AC-Eingangsspannung (L-N) an der Baugruppenträger-Rückwand mit einem True-RMS-Multimeter messen; 2. Sicherstellen, dass die AC-Spannung im spezifizierten Bereich von 85 bis 290 VAC liegt; 3. Zugeordneten AC-Leitungsschutzschalter (MCB) auf Auslösung überprüfen; 4. Anschlussklemmen nachziehen und Neutralleiterverbindung auf Unterbrechung prüfen; 5. Bleibt die gelbe LED trotz korrekter Spannung an, Gleichrichtermodul ziehen, Steckkontakte inspizieren und Baugruppe austauschen.
DC_OV_LOCKOUT / HVSD (DC-Ausgangsüberspannung Verriegelung / HVSD-Abschaltung)
Power-LED (Grün) AUS; Störungs-LED (Rot) Dauerlicht (verriegelt); Schutz-LED (Gelb) AUS.
Interner PWM-Regelkreisfehler, Durchschlag des Optokopplers im Feedback-Zweig oder DC-Busüberspannung über hardwareseitigen HVSD-Grenzwert (ca. 59,5 VDC ± 0,5 V). Das Modul verriegelt sich zum Lastschutz.
1. Das fehlerhafte Gleichrichtermodul aus dem Baugruppenträger ziehen und AC-Sicherung trennen; 2. Mindestens 3 Minuten warten, bis die internen Hochspannungskondensatoren vollständig entladen sind; 3. Modul wieder einstecken und AC zuschalten, um einen Kaltstart-Reset auszuführen; 4. Über die Steuereinheit (z. B. M500S/M830B) prüfen, ob die Erhaltungs-/Ladespannung unzulässig hoch parametriert ist (>58,5 VDC); 5. Tritt die HVSD-Verriegelung (rote LED) sofort wieder auf, liegt ein interner Defekt vor; Modul austauschen.
OTP_DERATE / OTP_SHUTDOWN (Übertemperatur-Leistungsbegrenzung / Thermische Abschaltung)
Bei Derating: Power (Grün) EIN, Schutz (Gelb) EIN; Bei Übertemperaturabschaltung: Power AUS, Schutz (Gelb) EIN/blinkend, Störung (Rot) EIN.
Umgebungstemperatur über 55°C, verstopfte Zuluftfilter, Heißluftrückführung oder NTC-Temperatursensor am Kühlkörper meldet MOSFET/PFC-Grenztemperatur überschritten (>105°C führt zur Schutzabschaltung).
1. Raumklimatisierung prüfen; Lufteinlasstemperatur am Baugruppenträger muss <35°C betragen; 2. Staubfilter der Schranktüren ausbauen und gründlich absaugen bzw. reinigen; 3. Blindblenden in unbestückte Steckplätze einsetzen, um thermische Kurzschlüsse zu vermeiden; 4. Modul abkühlen lassen und verifizieren, dass die Schutz-LED verlischt und die Lastaufnahme automatisch startet; 5. Tritt der thermische Fehler trotz kühler Zuluft und laufendem Lüfter wiederholt auf, Baugruppe austauschen.
FAN_FAULT / SPEED_ABNORMAL (Lüfterblockade / Lüfterdrehzahl-Störung)
Störungs-LED (Rot) blinkend (0,5 Hz bis 1 Hz); Schutz-LED (Gelb) EIN oder blinkend; Power-LED (Grün) Dauerlicht.
Mechanische Blockierung der Lüfterflügel durch Fremdkörper, Lagerschaden/Festlaufen des bürstenlosen DC-Lüfters oder Abriss des Tachosignals (Hall-Sensor), sodass Istdrehzahl 70% des Sollwerts unterschreitet.
1. Frontgitter des Moduls auf Fremdkörper oder Kabelbinder prüfen, welche die Lüfterflügel blockieren; 2. Modul spannungsfrei schalten und Leichtgängigkeit der Flügel mit einem isolierten Stift prüfen; 3. Modul bestromen und Selbsttest beobachten; metallische Schleifgeräusche weisen auf Lagerschäden hin; 4. Frontabdeckung lösen und korrekten Sitz der Lüftersteckverbindung auf der Hauptplatine kontrollieren; 5. Lässt sich die Störung trotz freier Mechanik nicht quittieren, Lüfter austauschen oder Modultausch veranlassen.
CAN_COMM_FAIL / I_SHARE_ERR (CAN-Bus Kommunikationsausfall / Lastaufteilungsfehler Active Current Share)
Power-LED (Grün) blinkend (0,5 Hz); Schutz-LED (Gelb) blinkend; Störungs-LED (Rot) AUS.
Unterbrechung der differenziellen Leitungen CAN_H / CAN_L, oxidierte Signalstifte am Baugruppenträger, fehlender 120-Ohm-Abschlusswiderstand oder Ausfall der aktiven Lastaufteilung (Stromabweichung >10%).
1. Am Controller (SCU) ablesen, ob nur ein einzelnes Modul oder der komplette CAN-Bus offline ist; 2. Modul herausziehen und die Signalkontakte am Baugruppenträger mit Isopropanol reinigen; 3. Im spannungsfreien Zustand den Abschlusswiderstand zwischen CAN_H und CAN_L messen (Sollwert: ~60 Ohm durch Parallelschaltung zweier 120-Ohm-Widerstände); 4. Kontrollieren, ob das Modul im autarken Notbetrieb auf die Werkseinstellung von 53,5 VDC zurückgreift; 5. Modul in einen Nachbarschacht stecken; wandert der Fehler mit dem Modul mit, CAN-Transceiver defekt; Modul tauschen.

Vollständiges Betriebs- und Störungsbehebungshandbuch anfordern

Diese Seite führt die im Feldeinsatz am häufigsten auftretenden kritischen Alarmcodes auf. Vollständige Hersteller-Fehlercodematrizen, detaillierte Schaltpläne und Firmware-Konfigurationshandbücher werden autorisierten Kunden bei Projektbeschaffung und Auslieferung zusammen mit dediziertem FAE-Support bereitgestellt.

Vor-Ort-Daten erfassen

  1. 01

    Exaktes Modell identifizieren

    Erfassen Sie die Daten vom Typenschild, das Systemmodell sowie die Bezeichnung von Controller und Baugruppen.

  2. 02

    Alarmdetails festhalten

    Notieren Sie den vollständigen Alarmtext, LED-Signalfarben, den Zeitpunkt und ob der Fehler dauerhaft ansteht.

  3. 03

    Kürzliche Änderungen dokumentieren

    Erfassen Sie kürzlich durchgeführte Komponententausche, Softwareupdates oder Konfigurationsänderungen.

Erfassen Sie alle in der Systemoberfläche sichtbaren Parameter. Elektrische Messungen, Demontagen und Komponententausche müssen nach Herstellervorgaben und durch qualifiziertes Fachpersonal erfolgen.

Ihr Modell und diese Angaben werden in das Anfrageformular übernommen, damit Sie sie vor dem Absenden prüfen können.

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