Vertiv / DC-Stromversorgungssysteme

R48-2000A3 Geräteinformationen & Support

Der Vertiv R48-2000A3 ist ein hochzuverlässiger 2000W-Schaltgleichrichter für Telekommunikation, der -48VDC/40A bei einem Weitbereichseingang von 85VAC bis 290VAC liefert und Hot-Swap-fähig ist.

Geräteübersicht

Hersteller
Vertiv
Gerätemodell
R48-2000A3
Gerätetyp
DC-Stromversorgungssysteme
Controller- / Firmware-Version
Am installierten System abzugleichen
Vollständige Produktspezifikationen anzeigen
Vertiv R48-2000A3 Telekom-Gleichrichtermodul -48V 40A 2000W

Die nachstehenden Daten entstammen dem aktuellen Produktkatalog. Controller, Softwareversion und Konfiguration des installierten Systems sind separat abzugleichen.

AC-Eingangsspannung
85VAC ~ 290VAC (Nominal 220VAC) VAC
DC-Nennausgangsspannung
-48 V DC
Kühlverfahren
Forced-air cooling with built-in temperature-controlled DC fan

Alarme & Störungsbehebung

AC_IN_FAIL (Netzeingang unzulässig/Netzausfall)
Grüne Betriebs-LED aus, gelbe Schutz-LED leuchtet dauerhaft (Unter-/Überspannung) oder alle LEDs aus
Netzausfall, lose Eingangsklemmen, Eingangsspannung unter 85 VAC oder über 305 VAC, vorgelagerter LS-Schalter ausgelöst.
1. Wechselspannung an L- und N-Klemmen des Baugruppenträgers mit Multimeter prüfen (Sollwert: 85–305 VAC). 2. Zugehörigen Leitungsschutzschalter (MCB) in der Unterverteilung auf Auslösung oder lose Klemmung prüfen. 3. Sicherstellen, dass das Modul vollständig eingeschoben und die Verriegelung fest angezogen ist. 4. Sobald die Netzspannung im Toleranzbereich liegt, startet der Gleichrichter selbsttätig neu.
OUT_OVP_LOCK (DC-Ausgangsüberspannung Selbsthaltung)
Rote Alarm-LED leuchtet dauerhaft, grüne Betriebs-LED aus
Defekt im internen Spannungsregelkreis, Ausfall des PWM-Treibers, fehlerhafter Sollwert der Systemsteuerung oder Fremd-Überspannung auf der DC-Sammelschiene (HVSD-Auslösung).
1. Modul ziehen, 3 Minuten zur Kondensatorentladung warten und erneut einstecken, um die Verriegelung zurückzusetzen. 2. Erhaltungs- und Starkladespannungen sowie Überspannungsschwellen im System-Controller überprüfen (typisch 58,5–59,5 VDC). 3. Bleibt die rote LED nach Neustart aktiv und keine Ausgangsspannung vorhanden, ist die Leistungsstufe defekt; Modul austauschen. 4. Stromaufteilung der parallel betriebenen Gleichrichter und etwaige Rückspeisungen alternativer Energiequellen kontrollieren.
OVER_TEMP (Übertemperatur-Leistungsreduzierung/Abschaltung)
Gelbe Schutz-LED leuchtet dauerhaft bei Leistungsreduzierung; rote Alarm-LED bei vollständiger Thermoabschaltung
Schrankinnentemperatur überschreitet 65 °C, Einlass-Staubfilter verstopft, Heißluftrückführung oder NTC-Temperatursensor defekt.
1. Lufteinlassgitter des Moduls prüfen und Staub mit antistatischem Pinsel/Staubsauger gründlich entfernen. 2. Raumklimatisierung prüfen; die Ansaugtemperatur vor dem Modul muss unter 45 °C liegen. 3. Blindabdeckungen in leeren Einbauschächten anbringen, um Heißluftkurzschlüsse zu verhindern. 4. Nach Absinken der Kühlkörpertemperatur hebt das Modul die Leistungsbegrenzung automatisch auf.
FAN_FAULT (Lüfter blockiert/Tachofehler)
Rote Alarm-LED blinkt (1 Hz) oder leuchtet dauerhaft, gelbe Schutz-LED leuchtet
Fremdkörper blockiert Lüfterflügel, Lagerschaden am bürstenlosen DC-Lüfter, Abriss der Drehzahlmeldeleitung oder Ausfall des Lüftertreibers.
1. Lüfterlaufrad auf eingedrungene Fremdkörper untersuchen und diese vorsichtig entfernen. 2. Modul entnehmen und Rotor mit der Hand drehen, um Leichtgängigkeit und Lagerspiel zu prüfen. 3. Frontblende lösen und den 4-poligen Lüfterstecker auf festen Sitz auf der Leiterplatte prüfen. 4. Lässt sich der Lüfter frei drehen, läuft jedoch unter Spannung nicht an, Lüfterbaugruppe ersetzen oder Modul austauschen.
CAN_COMM_FAIL (CAN-Bus Kommunikationsunterbrechung)
Grüne Betriebs-LED leuchtet dauerhaft, gelbe Schutz-LED blinkt (0,5–1 Hz)
Verbogene CAN-Bus-Kontaktstifte am Rückwandstecker, System-Controller (CSU/SMU) offline oder abgestürzt, fehlender 120-Ohm-Abschlusswiderstand oder CAN-Transceiver defekt.
1. Stromversorgung des System-Controllers (CSU/SMU) prüfen und ggf. einen Controller-Neustart durchführen. 2. Modul ziehen und die rückseitigen CAN-Signalpins auf Verbiegungen, Oxidation oder Beschädigungen prüfen. 3. Im spannungslosen Zustand den Abschlusswiderstand zwischen CAN_H und CAN_L messen (Sollwert ca. 60 Ohm bei zwei 120-Ohm-Widerständen). 4. Bei CAN-Ausfall arbeitet der Gleichrichter autark mit 53,5 VDC Standardspannung; kommunizieren Nachbarmodule einwandfrei, defektes Modul tauschen.

Vollständiges Betriebs- und Störungsbehebungshandbuch anfordern

Diese Seite führt die im Feldeinsatz am häufigsten auftretenden kritischen Alarmcodes auf. Vollständige Hersteller-Fehlercodematrizen, detaillierte Schaltpläne und Firmware-Konfigurationshandbücher werden autorisierten Kunden bei Projektbeschaffung und Auslieferung zusammen mit dediziertem FAE-Support bereitgestellt.

Vor-Ort-Daten erfassen

  1. 01

    Exaktes Modell identifizieren

    Erfassen Sie die Daten vom Typenschild, das Systemmodell sowie die Bezeichnung von Controller und Baugruppen.

  2. 02

    Alarmdetails festhalten

    Notieren Sie den vollständigen Alarmtext, LED-Signalfarben, den Zeitpunkt und ob der Fehler dauerhaft ansteht.

  3. 03

    Kürzliche Änderungen dokumentieren

    Erfassen Sie kürzlich durchgeführte Komponententausche, Softwareupdates oder Konfigurationsänderungen.

Erfassen Sie alle in der Systemoberfläche sichtbaren Parameter. Elektrische Messungen, Demontagen und Komponententausche müssen nach Herstellervorgaben und durch qualifiziertes Fachpersonal erfolgen.

Ihr Modell und diese Angaben werden in das Anfrageformular übernommen, damit Sie sie vor dem Absenden prüfen können.

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