Vertiv / DC-Stromversorgungssysteme

R48-1000A Geräteinformationen & Support

Der Vertiv R48-1000A ist ein hochzuverlässiges AC/DC-Schaltnetzteil mit hochfrequenter Sanftschaltung und aktiver PFC, das einphasigen Wechselstrom in stabilen -48V-Gleichstrom mit autonomer Lastaufteilung umwandelt.

Geräteübersicht

Hersteller
Vertiv
Gerätemodell
R48-1000A
Gerätetyp
DC-Stromversorgungssysteme
Controller- / Firmware-Version
Am installierten System abzugleichen
Vollständige Produktspezifikationen anzeigen
Vertiv Emerson R48-1000A Telecom Gleichrichtermodul -48V 20A 1000W

Die nachstehenden Daten entstammen dem aktuellen Produktkatalog. Controller, Softwareversion und Konfiguration des installierten Systems sind separat abzugleichen.

DC-Nennausgangsspannung
-48 V DC
AC-Eingangsspannungsbereich
85 ~ 290 V AC
Gehäuseabmessungen
132 × 85 × 287 mm
Betriebstemperaturbereich
-40 ~ +75 °C

Alarme & Störungsbehebung

AC_FAIL (AC-Eingangsfehler/Netzausfall)
Betriebs-LED (Grün) AUS, Schutz-LED (Gelb) DAUERHAFT AN
Netzausfall; Eingangsspannung unter 85 VAC oder über 290 VAC; vorgelagerter AC-Leitungsschutzschalter ausgelöst oder Klemmenkontakt locker.
1. AC-Eingangsspannung zwischen L und N mit Multimeter messen (zulässiger Bereich: 85–290 VAC); 2. Vorgelagerten AC-Sicherungsautomaten im Unterverteiler auf Auslösung prüfen und ggf. wieder einschalten; 3. Steckleiste an der Baugruppenträgerrückwand auf Kontaktabbrand prüfen; Gleichrichtermodul ziehen und fest wieder einschieben.
DC_OVP_LOCK (DC-Ausgangs-Überspannungsabschaltung)
Alarm-LED (Rot) DAUERHAFT AN, Betriebs-LED (Grün) AUS
Interner Defekt des PWM-Regelkreises; fehlerhafter OVP-Schwellenwert von der Steuereinheit gesendet; Überspannung auf der DC-Sammelschiene (>59,5 V).
1. Modul herausziehen, AC-Eingang für 3 Minuten trennen, um Kondensatoren zu entladen, dann erneut einstecken zur Rücksetzung; 2. Leuchtet die rote LED sofort wieder auf und keine Spannung liegt an, liegt ein interner Halbleiterschaden vor; Modul austauschen; 3. Am Controller die Überspannungsschwellenwerte kontrollieren und auf Standardwerte konfigurieren (meist 58,5–59,0 V).
OTP_SHUTDOWN (Übertemperaturabschaltung)
Schutz-LED (Gelb) DAUERHAFT AN, Betriebs-LED (Grün) DAUERHAFT AN oder BLINKEND
Umgebungstemperatur übersteigt 65°C; vorderes Lüftungsgitter oder hinterer Ausblasbereich verstaubt/blockiert; andauernde Volllastüberlastung.
1. Klimaanlage im Betriebsraum prüfen, um die Raumtemperatur auf unter 40°C zu senken; 2. Lufteinlassgitter und interne Kühlkörper vorsichtig mit trockener Druckluft und ESD-Pinsel reinigen; 3. Modul abkühlen lassen bis zur automatischen Wiedereinschaltung; Lastaufteilung (Current Sharing) im Controller prüfen.
FAN_FAIL (Lüfterausfall/Lüfter blockiert)
Alarm-LED (Rot) BLINKEND, Schutz-LED (Gelb) DAUERHAFT AN
Lüfterflügel durch Fremdkörper blockiert; Lagerschaden führt zu Drehzahlabfall unter Schwellenwert (<1000 U/min); Lüfterstecker lose oder Treiberschaltung defekt.
1. Lüftergitter auf mechanische Blockaden prüfen und störende Fremdkörper vorsichtig entfernen; 2. Lüfterrad im spannungslosen Zustand drehen; bei spürbarem mechanischen Widerstand Lüfterbaugruppe austauschen; 3. Modul neu stecken; dreht der Lüfter weiterhin nicht an, ist das gesamte Gleichrichtermodul zur Reparatur auszutauschen.
CAN_COMM_FAIL (CAN-Bus-Kommunikationsabbruch)
Schutz-LED (Gelb) BLINKEND mit 0,5 Hz, Betriebs-LED (Grün) DAUERHAFT AN
Wackelkontakt an den rückseitigen CAN-Pins; Systemsteuerung (z. B. NCU/M500S) ausgefallen; fehlender CAN-Abschlusswiderstand oder Adresskonflikt im Baugruppenträger.
1. Systemüberwachungseinheit (NCU/SCU) auf Betriebsbereitschaft und fehlerfreien Status prüfen; 2. Rectifier-Modul ca. 50 mm herausziehen und zügig wieder einschieben, um korrekten Kontakt der CAN-Pins sicherzustellen; 3. Abschlusswiderstand des CAN-Busses messen (ca. 60 Ohm zwischen CAN_H und CAN_L); bei mehreren getrennten Modulen das Verbindungskabel prüfen.

Vollständiges Betriebs- und Störungsbehebungshandbuch anfordern

Diese Seite führt die im Feldeinsatz am häufigsten auftretenden kritischen Alarmcodes auf. Vollständige Hersteller-Fehlercodematrizen, detaillierte Schaltpläne und Firmware-Konfigurationshandbücher werden autorisierten Kunden bei Projektbeschaffung und Auslieferung zusammen mit dediziertem FAE-Support bereitgestellt.

Vor-Ort-Daten erfassen

  1. 01

    Exaktes Modell identifizieren

    Erfassen Sie die Daten vom Typenschild, das Systemmodell sowie die Bezeichnung von Controller und Baugruppen.

  2. 02

    Alarmdetails festhalten

    Notieren Sie den vollständigen Alarmtext, LED-Signalfarben, den Zeitpunkt und ob der Fehler dauerhaft ansteht.

  3. 03

    Kürzliche Änderungen dokumentieren

    Erfassen Sie kürzlich durchgeführte Komponententausche, Softwareupdates oder Konfigurationsänderungen.

Erfassen Sie alle in der Systemoberfläche sichtbaren Parameter. Elektrische Messungen, Demontagen und Komponententausche müssen nach Herstellervorgaben und durch qualifiziertes Fachpersonal erfolgen.

Ihr Modell und diese Angaben werden in das Anfrageformular übernommen, damit Sie sie vor dem Absenden prüfen können.

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