Vertiv / Standort-Energiesysteme

NetSure 731 A41-S8 Geräteinformationen & Support

Das Vertiv NetSure 731 A41-S8 ist ein freistehendes Telekommunikations-Gleichstromversorgungssystem im Schrank mit einer Nennleistung von -48 V 600 A, das acht hocheffiziente R48-Gleichrichter und eine moderne NCU-Steuereinheit unterstützt.

Geräteübersicht

Hersteller
Vertiv
Gerätemodell
NetSure 731 A41-S8
Gerätetyp
Standort-Energiesysteme
Controller- / Firmware-Version
Am installierten System abzugleichen
Vollständige Produktspezifikationen anzeigen
Vertiv NetSure 731 A41-S8 Großschrank-Gleichstromversorgungssystem (-48V 600A 8 Slots)

Die nachstehenden Daten entstammen dem aktuellen Produktkatalog. Controller, Softwareversion und Konfiguration des installierten Systems sind separat abzugleichen.

Systemausgangsleistung
600 A
Nennausgangsspannung
-48 VDC
Ausgangsspannungsbereich
-42 ~ -58 VDC
AC-Eingangsspannungsbereich
85 ~ 300 VAC (three-phase input)
Gleichrichter-Steckplätze
8 Slots (Supports R48-3500e3 / R48-4000e)
Systemüberwachungs-Controller
NCU (NetSure Control Unit) monitoring with color touchscreen

Alarme & Störungsbehebung

AC_FAIL (Netzausfall / Phasenausfall)
Rote ALARM-LED am Controller leuchtet dauerhaft; grüne Netz-LED am Gleichrichter AUS, gelbe ALARM-LED AN
Vorgelagerter Netzausfall, Auslösung des AC-Eingangsschutzschalters, gelockerte Klemmen oder Phasenspannung unter 80 VAC gesunken
1. AC-Phasen- und Außenleiterspannungen prüfen (Sollbereich: 85VAC bis 290VAC); 2. AC-Leitungsschutzschalter und Überspannungsschutz (SPD) überprüfen, bei Auslösung nach Kurzschlussprüfung rücksetzen; 3. Klemmschrauben der AC-Eingangsverdrahtung nachziehen; 4. Bleibt der Fehler trotz stabiler Netzspannung bestehen, betroffenen Gleichrichter im laufenden Betrieb austauschen.
RECT_HVSD (Gleichrichter-Abschaltung wegen DC-Überspannung)
Rote FAULT-LED am betroffenen Gleichrichter leuchtet dauerhaft; Controller meldet MAJOR/CRITICAL Alarm
Fehler im internen Regelkreis, asymmetrische Stromteilung oder externe Spannungsspitze auf der DC-Schiene, die die Hardwareschutzabschaltung (>59,5 VDC) auslöst
1. Verriegelten Gleichrichter herausziehen, 2 Minuten bis zur Entladung der Kondensatoren warten und zur Rücksetzung wieder einstecken; 2. Tritt der Fehler erneut auf, reale DC-Busspannung mit Multimeter messen; 3. Am Controller Schwebeladungs- und Starkladespannungen prüfen (<58,5 VDC); 4. Schaltet das Modul bei normaler Busspannung sofort wieder ab, Gleichrichter austauschen.
DC_LOW_LLVD (DC-Unterspannung und Lastabwurf LLVD)
Rote CRITICAL-LED am Controller blinkt; Summer aktiv; LLVD-Schützstatus als 'Geöffnet' gemeldet
Längerer Netzausfall führte zur Batterieentladung unter den Abschaltwert (typisch 44,0 VDC); LLVD-Schütz hat zur Batterieschonung ausgelöst
1. Notstromaggregat (NEA) zuschalten, um AC-Eingang wiederherzustellen; 2. Prüfen, ob Gleichrichter hochfahren und die DC-Busspannung ansteigt; 3. Automatische Wiedereinschaltung des LLVD-Schützes kontrollieren, sobald Spannung Schwellenwert (>48 VDC) erreicht; 4. Schaltet das Schütz nicht zu, Steuerausgang des Controllers und Spulenwiderstand des Schützes prüfen.
COMM_FAIL (CAN-Bus-Kommunikationsfehler zum Gleichrichter)
Gelbe MAJOR-LED am Controller leuchtet dauerhaft; gelbe ALARM-LED am betroffenen Gleichrichter blinkt
CAN-Bus-Flachbandkabel an Rückwandplatine lose, Abschlusswiderstand (120 Ohm) fehlt/defekt, defekter CAN-Transceiver im Gleichrichter oder Slot-Adresskonflikt
1. Steckverbindung des CAN-Bus-Kabels zwischen Controller und Subrack-Backplane prüfen; 2. Abschlusswiderstand im spannungslosen Zustand zwischen CAN_H und CAN_L messen (Sollwert ca. 60 Ohm); 3. Modul in einen freien Steckplatz setzen, um zwischen Backplane- und Gleichrichterfehler zu unterscheiden; 4. Controller neu stecken oder Bus-Scan über NCU-Weboberfläche ausführen.
FAN_FAIL (Gleichrichterlüfter blockiert / Drehzahlausfall)
Gelbe ALARM-LED am Gleichrichter blinkt oder rote FAULT-LED leuchtet; Ausgangsstrom wird automatisch gedrosselt
Starke Verstaubung des Ansauggitters, Blockade des Lüfterflügels durch Fremdkörper, Lagerschaden oder Defekt des internen Drehzahlsensors
1. Frontblende und Luftansauggitter des Gleichrichters kontrollieren und von Staub und Flusen befreien; 2. Modul im laufenden Betrieb herausziehen und Leichtgängigkeit des Lüfterrads von Hand prüfen; 3. Kühlkanäle mit trockener Druckluft ausblasen; 4. Modul wieder einsetzen; bleibt der Alarm aktiv, Lüfterbaugruppe oder kompletten Gleichrichter austauschen.

Vollständiges Betriebs- und Störungsbehebungshandbuch anfordern

Diese Seite führt die im Feldeinsatz am häufigsten auftretenden kritischen Alarmcodes auf. Vollständige Hersteller-Fehlercodematrizen, detaillierte Schaltpläne und Firmware-Konfigurationshandbücher werden autorisierten Kunden bei Projektbeschaffung und Auslieferung zusammen mit dediziertem FAE-Support bereitgestellt.

Vor-Ort-Daten erfassen

  1. 01

    Exaktes Modell identifizieren

    Erfassen Sie die Daten vom Typenschild, das Systemmodell sowie die Bezeichnung von Controller und Baugruppen.

  2. 02

    Alarmdetails festhalten

    Notieren Sie den vollständigen Alarmtext, LED-Signalfarben, den Zeitpunkt und ob der Fehler dauerhaft ansteht.

  3. 03

    Kürzliche Änderungen dokumentieren

    Erfassen Sie kürzlich durchgeführte Komponententausche, Softwareupdates oder Konfigurationsänderungen.

Erfassen Sie alle in der Systemoberfläche sichtbaren Parameter. Elektrische Messungen, Demontagen und Komponententausche müssen nach Herstellervorgaben und durch qualifiziertes Fachpersonal erfolgen.

Ihr Modell und diese Angaben werden in das Anfrageformular übernommen, damit Sie sie vor dem Absenden prüfen können.

Verwandte Fachartikel

Durchsuchen Sie unsere technischen Leitfäden oder senden Sie eine Anfrage zu diesem Modell.

Alle Artikel anzeigen

Benötigen Sie ein Ersatzmodul oder Zusatzequipment?

Gleichen Sie die vollständige Modellbezeichnung, Systemkonfiguration und Kompatibilitätsvorgaben ab, bevor Sie passende Ersatzteile anfragen.

Passende Produkte anfragen

Sie haben ein konkretes Modell und eine Störung vor Ort?

Übermitteln Sie das genaue Modell, den Alarmtext sowie beobachtete Symptome, um relevante Dokumentationen und Kompatibilitätsanforderungen zu ermitteln.

Technischen Support anfordern