Vertiv / USV-Stromversorgung

Liebert ITA2 6kVA Geräteinformationen & Support

Die Vertiv Liebert ITA2 6kVA ist eine hochleistungsfähige Online-Doppelwandler-USV zur Rackmontage mit einheitlichem Leistungsfaktor (PF=1,0, 6kW) und volldigitaler DSP-Architektur.

Geräteübersicht

Hersteller
Vertiv
Gerätemodell
Liebert ITA2 6kVA
Gerätetyp
USV-Stromversorgung
Controller- / Firmware-Version
Am installierten System abzugleichen
Vollständige Produktspezifikationen anzeigen
Vertiv Liebert ITA2 6kVA Rack-Online-Doppelwandler-USV (6000VA/6000W)

Die nachstehenden Daten entstammen dem aktuellen Produktkatalog. Controller, Softwareversion und Konfiguration des installierten Systems sind separat abzugleichen.

AC-Eingangsspannung
100VAC ~ 288VAC single-phase VAC
DC-Nennausgangsspannung
220 / 230 / 240 V AC
Gehäuseabmessungen
85 (2U) × 430 × 500 mm
Bauform und Montageart
Rack/tower compatible (2U/3U)

Alarme & Störungsbehebung

INV_FAULT (Wechselrichterfehler / Transfer auf Bypass)
Fault-LED leuchtet rot, Inverter-LED aus, Bypass-LED leuchtet gelb, Dauersignalton
IGBT-Kurzschluss/Durchschlag der Wechselrichterbrücke, transiente DC-Bus-Überspannung, Drift der Ausgangsspannungsrückkopplung oder Defekt der Gate-Treiberschaltung
1. LCD-Subalarm-Historie prüfen, um festzustellen, ob ein DC-Bus-Überspannungs- oder IGBT-Überstromfehler vorliegt. 2. Stabilität der Bypass-Versorgung kontrollieren und sicherstellen, dass die Last stabil versorgt wird. 3. Lastschalter öffnen, USV per Display herunterfahren und AC-Netzeingangs- sowie externe Batterieschalter trennen. 4. 5 Minuten warten, bis Zwischenkreiskondensatoren auf <36 VDC entladen sind. IGBT-Brückenzweige auf Kurzschluss gegen Masse prüfen. Bei Komponentenschaden Leistungsplatine austauschen und USV neu starten.
BATT_EOD (Batterie-Tiefentladeschutz / EOD-Abschaltung)
Battery-LED blinkt gelb (1 Hz) und erlischt, Fault-LED leuchtet rot, schneller Intervall-Signalton
Längerer Netzausfall mit Entladung der Batteriestränge bis zur Entladeschlussspannung (1,67–1,75 V/Zelle) oder ausgelöster Batterieschutzschalter
1. Netzversorgungsstatus prüfen und primäre Einspeisung vorrangig wiederherstellen. 2. Schalter des Batteriegehäuses prüfen; Leerlaufspannung des Batteriestrangs und korrekte Polarität verifizieren. 3. Nach Netzwiederkehr Batterieschalter schließen; kontrollieren, ob Gleichrichter in Erhaltungs-/Starkladung übergeht. 4. Steigt die Batteriespannung nicht an, Innenwiderstand der einzelnen Blöcke messen, defekte Zellen tauschen und EOD-Parameter im Menü rekalibrieren.
OVER_TEMP (Kühlkörper-Übertemperatur / Thermische Abschaltung)
Fault-LED leuchtet rot, Bypass-LED leuchtet gelb, Signalton alle 0,5 s
Umgebungstemperatur über 40°C, Luftein-/auslässe durch Staub verstopft, NTC-Temperatursensordefekt oder Ausfall der Kühllüfter
1. Klimaanlage im Serverraum prüfen und Lufteintrittstemperatur auf 20°C–25°C absenken. 2. Lüftungsschlitze und Filtermatten von Staub befreien; mindestens 200 mm Freiraum an Front- und Rückseite sicherstellen. 3. Temperaturmesswerte am Display prüfen; zeigt der Sensor trotz kühler Umgebung >95°C, NTC-Sensorkabelbaum austauschen. 4. USV abkühlen lassen und Alarm quittieren; tritt die Übertemperatur erneut auf, Wärmeleitpaste der Leistungshalbleiter prüfen.
OUTPUT_OVERLOAD (Ausgangsüberlast / Bypass aktiviert)
Überlast-Symbol blinkt im Display, Bypass-LED leuchtet gelb, Inverter-LED aus, Dauersignalton
Einschaltstromspitze nachgeschalteter IT-Geräte oder Überschreitung der Nennleistung von 6 kVA/6 kW (>105% zeitverzögert, >130% sofortige Umschaltung auf Bypass)
1. Auf dem LCD-Display die prozentuale Last (Load %) und Wirk-/Scheinleistung je Phase ablesen. 2. Unkritische Verbraucher an den Unterverteilungen (PDUs) abschalten, um die Gesamtauslastung auf unter 80% zu senken. 3. Thermischen Überlast-Rückstellzyklus abwarten, dann über das LCD-Bedienfeld den Befehl „Inverter Turn ON“ ausführen. 4. Wenn die reale Last gering ist, der Alarm aber ansteht, Ausgangsstromwandler (CT) auf Messwertdrift prüfen und ggf. Sensorplatine tauschen.
FAN_FAULT (Lüfterausfall / Blockierter Rotor / Drehzahlfehler)
Fault-LED leuchtet gelb, Lüftersymbol im LCD-Display blinkt, akustischer Alarmton jede Sekunde
Lüfterflügel durch Fremdkörper mechanisch blockiert, Tachosignal-Rückkopplung (PWM) ausgefallen, interner Kabelstecker gelöst oder Lüftertreiber auf Steuerplatine defekt
1. Rückseitige Lüfterkassette visuell prüfen, um den blockierten bzw. zu langsam drehenden Lüfter zu lokalisieren. 2. Lüftergitter mit Druckluft reinigen; bei spannungsfreier USV prüfen, ob sich die Rotorblätter leichtgängig drehen lassen. 3. Sicherheitsabschaltung vornehmen, Gehäusedeckel öffnen und Steckverbindungen der Lüfterkabel auf der Steuerplatine auf festen Sitz prüfen. 4. Versorgungsspannung am Lüfterstecker messen (12V–24VDC); liegt Spannung an und der Lüfter läuft nicht oder liefert kein Tachosignal, Lüfterbaugruppe gegen Original-Ersatzteil austauschen.

Vollständiges Betriebs- und Störungsbehebungshandbuch anfordern

Diese Seite führt die im Feldeinsatz am häufigsten auftretenden kritischen Alarmcodes auf. Vollständige Hersteller-Fehlercodematrizen, detaillierte Schaltpläne und Firmware-Konfigurationshandbücher werden autorisierten Kunden bei Projektbeschaffung und Auslieferung zusammen mit dediziertem FAE-Support bereitgestellt.

Vor-Ort-Daten erfassen

  1. 01

    Exaktes Modell identifizieren

    Erfassen Sie die Daten vom Typenschild, das Systemmodell sowie die Bezeichnung von Controller und Baugruppen.

  2. 02

    Alarmdetails festhalten

    Notieren Sie den vollständigen Alarmtext, LED-Signalfarben, den Zeitpunkt und ob der Fehler dauerhaft ansteht.

  3. 03

    Kürzliche Änderungen dokumentieren

    Erfassen Sie kürzlich durchgeführte Komponententausche, Softwareupdates oder Konfigurationsänderungen.

Erfassen Sie alle in der Systemoberfläche sichtbaren Parameter. Elektrische Messungen, Demontagen und Komponententausche müssen nach Herstellervorgaben und durch qualifiziertes Fachpersonal erfolgen.

Ihr Modell und diese Angaben werden in das Anfrageformular übernommen, damit Sie sie vor dem Absenden prüfen können.

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