Vertiv / Präzisionsklimatisierung

Liebert CR060 Geräteinformationen & Support

Das Vertiv Liebert CR060 ist das 600 mm breite Flaggschiff-In-Row-Präzisionsklimagerät der CRV4-Serie mit einer Nennkühlleistung von 62,6 kW und einem Luftvolumenstrom von 10.250 m³/h für Serverracks mit hoher Leistungsdichte.

Geräteübersicht

Hersteller
Vertiv
Gerätemodell
Liebert CR060
Gerätetyp
Präzisionsklimatisierung
Controller- / Firmware-Version
Am installierten System abzugleichen
Vollständige Produktspezifikationen anzeigen
Vertiv Liebert CR060 In-Row-Präzisionsklimagerät mit variabler Leistung 600 mm breit (CRV4-Serie 62,6 kW)

Die nachstehenden Daten entstammen dem aktuellen Produktkatalog. Controller, Softwareversion und Konfiguration des installierten Systems sind separat abzugleichen.

Volllaststrom (FLA)
46.0 A
Nennkälteleistung
62.6 kW
Bauform und Montageart
300mm / 600mm compact in-row architecture
Sensibler Wärmefaktor (SHF)
> 0.98 (Ultra-High Sensible Heat Ratio)
Luftführung und Volumenstrom
Horizontal horizontal air supply close to cabinet heat sources
Verdichtertyp
DC inverter scroll compressor + EC centrifugal fan

Alarme & Störungsbehebung

HP_ALARM (Kompressor-Hochdruckstörung)
iCOM Alarm-LED leuchtet rot, akustischer Alarm aktiv
Mangelhafte Wärmeabfuhr am Verflüssiger, Ausfall der Lüfterdrehzahlregelung, verschmutztes Verflüssigerregister oder Kältemittelüberfüllung (>2,8 MPa)
1. Verflüssigerregister auf Verschmutzung prüfen und gegebenenfalls reinigen. 2. Spannungsversorgung und 0-10V-Steuersignal des Verflüssigerlüfters prüfen. 3. Hochdruck-Sensormesswert am iCOM-Display mit mechanischem Manometer vergleichen. 4. Druckausgleich abwarten, Hochdruckschalter manuell zurücksetzen und Alarm am iCOM quittieren.
LP_ALARM (Kompressor-Niederdruckstörung)
iCOM Alarm-LED blinkt rot, Kompressor verriegelt
Kältemittelverlust durch Leckage, elektronisches Expansionsventil (EEV) klemmt geschlossen, Filtertrockner verstopft oder Verdampfervereisung durch Luftmangel
1. Luftfilter des Innengeräts auf Verstopfung prüfen und Betrieb der EC-Ventilatoren verifizieren. 2. Kältekreislauf mit elektronischem Lecksuchgerät an Lötstellen und Ventilen auf Dichtheit prüfen. 3. Öffnungsschritte des EEV, Schauglas sowie Temperaturabfall über dem Filtertrockner kontrollieren. 4. Leck beseitigen, System evakuieren (<500 µm), R410A nach Typenschild nachfüllen und Alarm im iCOM rücksetzen.
FAN_FAIL (Luftstromverlust / EC-Lüfterstörung)
iCOM Alarm-LED leuchtet rot, Diagnose-LED am EC-Lüfter blinkt gelb/rot
Thermische Überlastung des EC-Lüftermotors, interner Frequenzumrichterfehler, Modbus-Kommunikationsausfall, Auslösung des Motorschutzschalters oder defekter Differenzdruckschalter
1. Leitungsschutzschalter der Lüfterversorgung (QF) prüfen und Dreiphasenspannung auf Symmetrie messen. 2. Klemmen der Modbus-RS-485-Kommunikationsleitung am EC-Lüfter auf festen Sitz kontrollieren. 3. Gerät freischalten und Lüfterrad von Hand drehen, um Lagerschäden und mechanische Blockaden auszuschließen. 4. Liegen Betriebsspannung und Steuersignal an, der Motor läuft jedoch nicht an, EC-Lüfterbaugruppe austauschen.
WATER_HIGH (Kondensatwanne-Hochwasser)
iCOM Alarm-LED leuchtet gelb, Kühlbetrieb sicherheitsverriegelt
Kondensathebepumpe defekt, Ablaufschlauch geknickt oder verstopft, Rückschlagventil blockiert oder Schwimmerschalter hängt
1. Spannungsanschluss und Sicherung der Kondensatpumpe im Sockel des Liebert CR060 kontrollieren. 2. Ablaufschlauch auf Knicke und Verunreinigungen prüfen; freien Ablauf gewährleisten. 3. Schwimmerschalter manuell betätigen und Schaltzustand am Kontakteingang des iCOM prüfen. 4. Pumpt der Motor trotz Brummen kein Wasser, Pumpengehäuse von Fremdkörpern reinigen oder Pumpe austauschen.
SENSOR_FAIL (Fühlerbruch / Kommunikationsfehler Temp-Feuchte-Sensor)
iCOM Alarm-LED blinkt gelb, Gerät schaltet in Notbetrieb-Regelmodus
RJ45-Patchkabel der Rack-Temperatur-/Feuchtefühler abgezogen, CAN/Modbus-Abschlusswiderstand fehlerhaft gesetzt, Sensordefekt oder Wackelkontakt
1. RJ45-Steckverbindungen und Kabel der abgesetzten Rack-Sensoren auf festen Sitz und Beschädigung prüfen. 2. Prüfen, ob der 120-Ohm-Abschlusswiderstand (DIP-Schalter) ausschließlich am letzten Sensor des CAN-Busses gesetzt ist. 3. Im iCOM-Menü 'Sensor-Konfiguration' die Sensoradressen und Zyklusabfragen überprüfen. 4. Bei intakter Verkabelung und fehlender Antwort Fühler tauschen und automatischen Sensorsuchlauf starten.

Vollständiges Betriebs- und Störungsbehebungshandbuch anfordern

Diese Seite führt die im Feldeinsatz am häufigsten auftretenden kritischen Alarmcodes auf. Vollständige Hersteller-Fehlercodematrizen, detaillierte Schaltpläne und Firmware-Konfigurationshandbücher werden autorisierten Kunden bei Projektbeschaffung und Auslieferung zusammen mit dediziertem FAE-Support bereitgestellt.

Vor-Ort-Daten erfassen

  1. 01

    Exaktes Modell identifizieren

    Erfassen Sie die Daten vom Typenschild, das Systemmodell sowie die Bezeichnung von Controller und Baugruppen.

  2. 02

    Alarmdetails festhalten

    Notieren Sie den vollständigen Alarmtext, LED-Signalfarben, den Zeitpunkt und ob der Fehler dauerhaft ansteht.

  3. 03

    Kürzliche Änderungen dokumentieren

    Erfassen Sie kürzlich durchgeführte Komponententausche, Softwareupdates oder Konfigurationsänderungen.

Erfassen Sie alle in der Systemoberfläche sichtbaren Parameter. Elektrische Messungen, Demontagen und Komponententausche müssen nach Herstellervorgaben und durch qualifiziertes Fachpersonal erfolgen.

Ihr Modell und diese Angaben werden in das Anfrageformular übernommen, damit Sie sie vor dem Absenden prüfen können.

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