Vertiv / USV-Stromversorgung

Liebert APM 300kVA Geräteinformationen & Support

Die Vertiv Liebert APM 300kVA ist eine hocheffiziente, modulare 3-Phasen-Online-Doppelwandler-USV mit Einheitsleistungsfaktor (300kVA/300kW) und Hot-Swap-Leistungsmodulen für geschäftskritische Rechenzentren.

Geräteübersicht

Hersteller
Vertiv
Gerätemodell
Liebert APM 300kVA
Gerätetyp
USV-Stromversorgung
Controller- / Firmware-Version
Am installierten System abzugleichen
Vollständige Produktspezifikationen anzeigen
Vertiv Liebert APM 300kVA Modulare Online-Doppelwandler-USV (300kVA/300kW PF 1,0)

Die nachstehenden Daten entstammen dem aktuellen Produktkatalog. Controller, Softwareversion und Konfiguration des installierten Systems sind separat abzugleichen.

Nennscheinleistung
300000 VA
Nennwirkleistung
300000 W
Ausgangsleistungsfaktor (cos φ)
1.0 (no derating across the full load range)
Topologie
Fully modular online double-conversion topology for large data centers (hot-swappable power modules)
AC-Eingangsspannungsfenster
304 ~ 477 VAC (three-phase four-wire 380/400/415V)
DC-Nennausgangsspannung
380/400/415 VAC ± 1%

Alarme & Störungsbehebung

BCB_OPEN (Batterieleistungsschalter offen)
Alarm-LED leuchtet gelb, Touchscreen zeigt Batterieauslösung, akustisches Intervallsignal
Externer Batterietrennschalter nicht geschlossen; Arbeitsstromauslöser ausgelöst; Hilfskontaktleitung unterbrochen; Unterspannungsauslösung
1. Prüfen Sie den physischen Schaltzustand des externen Batterietrennschalters (BCB) auf Handabschaltung oder Auslösung. 2. Messen Sie mit dem Multimeter die DC-Gesamtspannung der Batteriekette gegen den Nenn-Erhaltungsladewert. 3. Überprüfen Sie die Hilfskontakt-Steuerleitungen zwischen dem BCB-Gehäuse und der USV-Schnittstellenkarte (BIB) auf Wackelkontakt. 4. Falls eine Überstrom- oder Unterspannungsauslösung vorliegt, Fehler beheben und den Leistungsschalter manuell zurücksetzen.
INV_FAIL_TRANSFER_BYP (Wechselrichterfehler Umschaltung auf Bypass)
Alarm-LED leuchtet rot, statischer Bypass-LED grün, Wechselrichter-LED aus, Dauersignalton
Leistungsmodul-IGBT-Defekt/Überstrom; Inverter-Filterkondensator beschädigt; transiente DC-Bus-Überspannung; Gate-Treiber-Fehler führt zur Abschaltung
1. Sicherstellen, dass die Last stabil über den statischen Bypass versorgt wird; Störungsprotokoll am LCD ablesen. 2. Im Menü 'Modulinformation' das fehlerhafte Leistungsmodul anhand der Modul-ID lokalisieren. 3. Befestigungsschrauben des defekten Moduls lösen und vor dem Ziehen warten, bis die Zwischenkreisspannung unter 36V entladen ist. 4. Bei ausreichender N+X Redundanz Modul ziehen und über das Bedienfeld 'Inverter Start' aktivieren.
BATT_EOD_WARNING (Warnung Batterie-Entladeschluss erreicht)
Alarm-LED blinkt rot, Batterie-LED leuchtet gelb, hochfrequenter schneller Signalton
Langanhaltender Netzausfall führt zur Batterieerschöpfung; Zellenspannung erreicht Entladeschlussgrenze (1,67–1,75V/Zelle); fortgeschrittene Batteriealterung
1. Umgehend Notstromaggregat anwerfen oder ordnungsgemäßen Shutdown der Server einleiten. 2. Netzschalter der Zuleitung und automatischen Netzumschalter (ATS) auf Funktion prüfen. 3. Nach Netzwiederkehr prüfen, ob die Gleichrichter selbsttätig starten und in die strombegrenzte Batterieladung gehen. 4. Bei unplausibel kurzer Pufferzeit Innenwiderstands- und Kapazitätsmessung an den Einzelblöcken vornehmen.
RECT_MAINS_ABNORMAL (Gleichrichter-Netzeingang unzulässig)
Alarm-LED leuchtet gelb, Gleichrichter-LED aus, Batterieentladung-LED leuchtet
Netzausfall, Phasenausfall, falsches Phasenfeld oder Eingangsspannung außerhalb des Arbeitsbereichs (z. B. <-40% oder >+25%)
1. Prüfen, ob der Hauptnetzeingangsschalter (Q1) der Liebert APM eingeschaltet ist. 2. Phasen- und verkettete Spannungen an den Eingangsklemmen mit dem Multimeter messen, um Ausfall oder Asymmetrie zu prüfen. 3. Drehfeldrichtung mit einem Drehfeldmessgerät auf Rechtsdrehfeld (L1-L2-L3) prüfen. 4. Falls die Netzspannung korrekt anliegt, konfigurierte Schutzschwellen im Displaymenü überprüfen.
MOD_OVERTEMP_FAULT (Leistungsmodul-Übertemperaturfehler)
Modul-Status-LED leuchtet dauerhaft rot, Systemalarm-LED gelb, Lüfter drehen hörbar mit maximaler Drehzahl
Staubfiltermatten der Schranktür verstopft; Raumtemperatur übersteigt 40°C; interner Gleichstromlüfter blockiert/defekt; NTC-Kühlkörpersensor fehlerhaft
1. Funktion der Klimatisierung prüfen; Raumtemperatur im empfohlenen Bereich von 20°C bis 25°C sicherstellen. 2. Lufteinlassfilter der Fronttür demontieren, absaugen/reinigen und Abluftöffnungen auf dem Dach freihalten. 3. Am Touchscreen die Messwerte der Temperatursensoren ablesen, um defekte NTC-Sensoren (Messbereichsfehler) auszuschließen. 4. Modullüfter auf Drehbewegung prüfen; blockierte oder defekte Lüftereinheiten erneuern bzw. Leistungsmodul im laufenden Betrieb tauschen.

Vollständiges Betriebs- und Störungsbehebungshandbuch anfordern

Diese Seite führt die im Feldeinsatz am häufigsten auftretenden kritischen Alarmcodes auf. Vollständige Hersteller-Fehlercodematrizen, detaillierte Schaltpläne und Firmware-Konfigurationshandbücher werden autorisierten Kunden bei Projektbeschaffung und Auslieferung zusammen mit dediziertem FAE-Support bereitgestellt.

Vor-Ort-Daten erfassen

  1. 01

    Exaktes Modell identifizieren

    Erfassen Sie die Daten vom Typenschild, das Systemmodell sowie die Bezeichnung von Controller und Baugruppen.

  2. 02

    Alarmdetails festhalten

    Notieren Sie den vollständigen Alarmtext, LED-Signalfarben, den Zeitpunkt und ob der Fehler dauerhaft ansteht.

  3. 03

    Kürzliche Änderungen dokumentieren

    Erfassen Sie kürzlich durchgeführte Komponententausche, Softwareupdates oder Konfigurationsänderungen.

Erfassen Sie alle in der Systemoberfläche sichtbaren Parameter. Elektrische Messungen, Demontagen und Komponententausche müssen nach Herstellervorgaben und durch qualifiziertes Fachpersonal erfolgen.

Ihr Modell und diese Angaben werden in das Anfrageformular übernommen, damit Sie sie vor dem Absenden prüfen können.

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