Vertiv / USV-Stromversorgung

Liebert APM 150kVA Geräteinformationen & Support

Die Vertiv Liebert APM 150kVA ist eine kompakte, integrierte modulare 3-Phasen-Online-Doppelwandler-USV mit 150kVA/150kW (PF 1,0), hot-swap-fähigen 30kW-Leistungsmodulen und interner Verteilung.

Geräteübersicht

Hersteller
Vertiv
Gerätemodell
Liebert APM 150kVA
Gerätetyp
USV-Stromversorgung
Controller- / Firmware-Version
Am installierten System abzugleichen
Vollständige Produktspezifikationen anzeigen
Modulare Online-Doppelwandler-USV Vertiv Liebert APM 150kVA (150kVA/150kW PF 1,0)

Die nachstehenden Daten entstammen dem aktuellen Produktkatalog. Controller, Softwareversion und Konfiguration des installierten Systems sind separat abzugleichen.

Nennscheinleistung
150000 VA
Nennwirkleistung
150000 W
Ausgangsleistungsfaktor (cos φ)
1.0
Topologie
Modular online double-conversion architecture (supports hot-swappable 30kW modules)
AC-Eingangsspannungsfenster
304 ~ 477 VAC (three-phase)
DC-Nennausgangsspannung
380/400/415 VAC

Alarme & Störungsbehebung

INV_FAIL_BYPASS (Wechselrichterfehler / Umschaltung auf Bypass)
Alarm-LED leuchtet rot, Bypass-LED leuchtet gelb, Wechselrichter-LED aus, Dauerton-Summer
IGBT-Hardwaredefekt im Leistungsmodul, Fehler der Gate-Ansteuerung, Zwischenkreis-Überspannung oder externer Kurzschluss mit Umschaltung auf statischen Bypass.
1. Touchscreen-Ereignisprotokoll prüfen, um das betroffene 30-kVA-Leistungsmodul zu lokalisieren; 2. Ausgangsverteilung auf sekundäre Kurzschlüsse oder transiente Überlastungen prüfen; 3. Falls Last unkritisch, das fehlerhafte Modul über das Menü sperren und den Verriegelungshebel zum Herausziehen lösen; 4. Wechselrichter über das Display neu starten; bleibt der Fehler bestehen, Austausch des Leistungsmoduls veranlassen.
BCB_OPEN (Batterieschutzschalter geöffnet)
Alarm-LED blinkt gelb, Batterie-Status-LED leuchtet gelb, LCD meldet 'BCB Open'
Batterieschalter im externen Batterieschrank ausgelöst, Arbeitsstromauslöser fehlerhaft aktiviert oder Signalleitung des BCB-Hilfskontakts unterbrochen.
1. Mechanische Position des BCB-Schalters prüfen und Anschlüsse auf thermische Spuren kontrollieren; 2. Gesamt-Leerlaufspannung und Polarität der Batteriestränge mit Multimeter verifizieren; 3. Klemmenleiste für BCB-Meldekontakte und Auslösespule auf Wackelkontakt oder Kabelbruch prüfen; 4. Nach Sicherstellung der Erdschlussfreiheit den BCB einschalten und die Meldung am Touchscreen zurücksetzen.
BATT_EOD (Batterie-Tiefentladeschutz / EOD)
Alarm-LED leuchtet dauerhaft rot, Inverter-LED erloschen, USV hat Ausgang abgeschaltet oder befindet sich im Standby
Längerer Netzausfall; Entladeschlussspannung der Batterien erreicht (1,67–1,75 V/Zelle), automatische Abschaltung zum Schutz vor Tiefentladung ausgelöst.
1. Ursache des Netzausfalls feststellen oder Netzersatzanlage (Diesel-Notstromaggregat) zur Speisung der USV starten; 2. Nach Netzwiederkehr startet der Gleichrichter sanft und beginnt eine strombegrenzte Ladung der Batterien; 3. Niemals den EOD-Schwellenwert absenken, um das System bei entladenen Akkus gewaltsam zu starten; 4. Nach Wiederaufladung Einzelzellenspannungen und Innenwiderstände der Batterien überprüfen.
REC_MAINS_FAIL (Gleichrichter-Netzeingangsfehler / Phasenausfall)
Alarm-LED leuchtet gelb, Gleichrichter-LED leuchtet rot, Batterie entlädt (Batterie-LED blinkt grün)
Netzausfall am Netzeingang, Eingangsspannung außerhalb des Toleranzbereichs (<304VAC oder >477VAC), Netzeingangsschalter ausgelöst oder Phasenunterbrechung.
1. Echteffektivspannungen (True-RMS) zwischen Phasen und Neutralleiter an den Eingangsklemmen messen; 2. Vorgeschalteten Leistungsschalter in der Unterverteilung sowie Überspannungsschutz (SPD) kontrollieren; 3. Am Touchscreen prüfen, ob die Eingangsfrequenz im zulässigen Bereich (40 Hz bis 70 Hz) liegt; 4. Bei korrekter Netzspannung Eingangssicherungen und Flachbandkabel der Leistungsmodule überprüfen.
MOD_OVERTEMP (Übertemperatur Leistungsmodul)
Alarm-LED leuchtet gelb oder blinkt rot, Modul-Fehler-LED aktiv, Modullüfter laufen mit maximaler Drehzahl (100%)
Verstopfte Staubfilter am Moduleinlass, thermischer Hitzestau im Rack, Ausfall der internen Modullüfter, Klimaanlagenausfall oder Raumtemperatur > 40°C.
1. Klimaanlage überprüfen und sicherstellen, dass die Zulufttemperatur im Rechenzentrum bei 20°C–25°C liegt; 2. Staubfilter der Vordertür und Lüftungsschlitze der 30-kVA-Leistungsmodule gründlich reinigen; 3. Im Diagnosemenü des Touchscreens die Messwerte der Temperatursensoren (PFC- und Inverter-Kühlkörper) abrufen; 4. Lüfterfunktion des betroffenen Moduls prüfen; bei blockiertem oder defektem Lüfter Modultausch vornehmen.

Vollständiges Betriebs- und Störungsbehebungshandbuch anfordern

Diese Seite führt die im Feldeinsatz am häufigsten auftretenden kritischen Alarmcodes auf. Vollständige Hersteller-Fehlercodematrizen, detaillierte Schaltpläne und Firmware-Konfigurationshandbücher werden autorisierten Kunden bei Projektbeschaffung und Auslieferung zusammen mit dediziertem FAE-Support bereitgestellt.

Vor-Ort-Daten erfassen

  1. 01

    Exaktes Modell identifizieren

    Erfassen Sie die Daten vom Typenschild, das Systemmodell sowie die Bezeichnung von Controller und Baugruppen.

  2. 02

    Alarmdetails festhalten

    Notieren Sie den vollständigen Alarmtext, LED-Signalfarben, den Zeitpunkt und ob der Fehler dauerhaft ansteht.

  3. 03

    Kürzliche Änderungen dokumentieren

    Erfassen Sie kürzlich durchgeführte Komponententausche, Softwareupdates oder Konfigurationsänderungen.

Erfassen Sie alle in der Systemoberfläche sichtbaren Parameter. Elektrische Messungen, Demontagen und Komponententausche müssen nach Herstellervorgaben und durch qualifiziertes Fachpersonal erfolgen.

Ihr Modell und diese Angaben werden in das Anfrageformular übernommen, damit Sie sie vor dem Absenden prüfen können.

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