Nokia / Optische SFP-Module

Nokia NSN Flexi Multiradio 2219 RRU Geräteinformationen & Support

Die Nokia Siemens (NSN) Flexi Multiradio 2219 ist eine Carrier-Grade Remote Radio Unit (RRU/RRH) für den Außenbereich, die 2T2R-Mehrträgerübertragung mit digitaler Vorverzerrung (DPD), optischer CPRI-Basisbandschnittstelle und einem wetterfesten IP65-Aluminium-Druckgussgehäuse unterstützt.

Geräteübersicht

Hersteller
Nokia
Gerätemodell
Nokia NSN Flexi Multiradio 2219 RRU
Gerätetyp
Optische SFP-Module
Controller- / Firmware-Version
Am installierten System abzugleichen
Vollständige Produktspezifikationen anzeigen
Nokia Siemens NSN Flexi Multiradio 2219 Remote Radio Unit (RRU 2T2R IP65)

Die nachstehenden Daten entstammen dem aktuellen Produktkatalog. Controller, Softwareversion und Konfiguration des installierten Systems sind separat abzugleichen.

Baugruppentyp
Outdoor distributed base station multimode remote radio unit (RRU/RRH 2T2R)
Portdichte und Schnittstellenspezifikation
2 RF antenna feeder outputs (7/16 DIN or 4.3-10) + dual high-bandwidth CPRI optical fiber ports
Unterstützter Baugruppenträger
Compatible with Nokia Flexi Multiradio BTS / AirScale system baseband units
Teilnehmerkapazität
Supports GSM / WCDMA / LTE multi-carrier integrated RF amplified output
Typische Leistungsaufnahme
Typical operating power consumption: approximately 380W (-48V DC power supply)
Betriebstemperaturbereich
-40°C ~ +55°C (IP65 naturally cooled corrosion-resistant cast-aluminum enclosure)

Alarme & Störungsbehebung

7653 OPT_LOS (CPRI/OBSAI Optischer RX-Signalverlust)
OPT/RF-LED leuchtet rot, STATUS-LED leuchtet rot
RRU RX-Empfangsleistung unter Schwellenwert (<-15 dBm), Glasfaserbruch, unzulässiger Biegeradius oder Ausfall des optischen BBU-Senders.
1. Optische RX-Leistung mit LWL-Pegelmesser prüfen (Sollbereich: -14 dBm bis -3 dBm); 2. LC-Stecker und SFP-Empfangsbuchse inspizieren und fachgerecht reinigen; 3. Optisches Außenkabel auf Beschädigungen und unzulässige Biegeradien prüfen, Patchkabel ggf. tauschen; 4. SFP-Transceiver am RRU neu stecken oder austauschen; besteht der Fehler weiter, BBU-Gegenstelle prüfen.
7654 SFP_TX_FAIL (SFP-Laser-Biasstrom-Fehler / Senderschaden)
OPT/RF-LED leuchtet gelb, STATUS-LED leuchtet gelb
Degradation der SFP-Laserdiode führt zu Übersteigen des Laser-Bias-Stroms, Einbruch der optischen Sendeleistung oder Auslösung des TX_FAULT-Signals.
1. DDM-Diagnosedaten über BTS Site Manager/NetAct auslesen, um TX-Biasstrom und optische Sendeleistung zu verifizieren; 2. SFP-Käfig und Kontaktleiste auf Beschädigungen und stabile 3,3V-Spannungsversorgung prüfen; 3. Den defekten SFP-Transceiver gegen ein von Nokia zertifiziertes Industrie-Modul austauschen; 4. Alarmstatus im NetAct überwachen und Wiederherstellung der optischen Schnittstelle bestätigen.
7655 SFP_TEMP_HIGH (SFP-Modul Übertemperatur)
OPT/RF-LED blinkt gelb mit 1 Hz, STATUS-LED leuchtet grün
Interner SFP DDM-Temperatursensor überschreitet Schwellenwert (>+85°C) durch intensive Sonneneinstrahlung am RRU, blockierte Kühlrippen oder den fehlerhaften Einsatz eines kommerziellen SFP (0~70°C) statt Industrieausführung.
1. Im BTS Site Manager die aktuelle SFP DDM-Temperatur und Maxima auslesen; 2. RRU-Kabelanschlussraum und Kühlrippen auf Verschmutzungen prüfen und reinigen; 3. Teilenummer des SFP prüfen und sicherstellen, dass ein industrieller Temperaturbereich (-40°C bis +85°C) vorliegt; 4. Bleibt der Fehler bei normaler Umgebungstemperatur bestehen, SFP wegen defektem Temperatursensor tauschen.
7651 CPRI_BER_FAIL (Hohe Bitfehlerrate CPRI/OBSAI / Link-Flapping)
OPT/RF-LED blinkt schnell rot mit 2 Hz, STATUS-LED leuchtet rot
CPRI/OBSAI-Rahmensynchronisationsverlust, Fresnel-Reflexionen durch verschmutzte oder zerkratzte Ferrulen, chromatische Dispersion oder schlechtes Augendiagramm des SFP mit hoher CRC/BER-Rate.
1. CPRI-Fehlerzähler und Synchronisationsprotokolle im NetAct/Site Manager auswerten; 2. Ferrulen-Endflächen mit einem Glasfasermikroskop inspizieren und gründlich trocken reinigen; 3. Strecke mit einem OTDR auf Dämpfungssprünge und Biegestellen prüfen, LWL-Führung korrigieren; 4. SFP-Module an beiden Enden (RRU und BBU) austauschen, um Jitter- oder Empfänger-Taktfehler auszuschließen.
7659 SFP_TYPE_INVALID (Nicht unterstütztes SFP / CPRI-Ratenkonflikt)
OPT/RF-LED blinkt langsam gelb mit 0,5 Hz, STATUS-LED leuchtet gelb
Einsatz eines nicht von Nokia freigegebenen SFP-Moduls, beschädigter EEPROM-Herstellerdatenbereich oder Ratenkonflikt zwischen SFP und konfigurierter CPRI/OBSAI-Leitungsrate (z. B. 9,8G statt 6,1G).
1. Hardware-Inventar im BTS Site Manager prüfen, um Herstellerdaten, Typ und Raten des SFP auszulesen; 2. Konfigurationsdatei der RRU prüfen und sicherstellen, dass die CPRI-Datenrate mit der Gegenstelle übereinstimmt; 3. Nicht-kompatibles Modul entnehmen und Nokia-Originalteilenummer prüfen; 4. Zertifiziertes Nokia Industrie-SFP mit korrekter CPRI-Geschwindigkeit einsetzen und Schnittstelle neu starten.

Vollständiges Betriebs- und Störungsbehebungshandbuch anfordern

Diese Seite führt die im Feldeinsatz am häufigsten auftretenden kritischen Alarmcodes auf. Vollständige Hersteller-Fehlercodematrizen, detaillierte Schaltpläne und Firmware-Konfigurationshandbücher werden autorisierten Kunden bei Projektbeschaffung und Auslieferung zusammen mit dediziertem FAE-Support bereitgestellt.

Vor-Ort-Daten erfassen

  1. 01

    Exaktes Modell identifizieren

    Erfassen Sie die Daten vom Typenschild, das Systemmodell sowie die Bezeichnung von Controller und Baugruppen.

  2. 02

    Alarmdetails festhalten

    Notieren Sie den vollständigen Alarmtext, LED-Signalfarben, den Zeitpunkt und ob der Fehler dauerhaft ansteht.

  3. 03

    Kürzliche Änderungen dokumentieren

    Erfassen Sie kürzlich durchgeführte Komponententausche, Softwareupdates oder Konfigurationsänderungen.

Erfassen Sie alle in der Systemoberfläche sichtbaren Parameter. Elektrische Messungen, Demontagen und Komponententausche müssen nach Herstellervorgaben und durch qualifiziertes Fachpersonal erfolgen.

Ihr Modell und diese Angaben werden in das Anfrageformular übernommen, damit Sie sie vor dem Absenden prüfen können.

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