Nokia / Optische SFP-Module

Nokia 9.8G SFP+ 1.4km Transceiver Geräteinformationen & Support

Der optische Transceiver Nokia 9.8G SFP+ 1310nm 1.4km ist ein industriell gehärtetes Modul für das Fronthaul von Nokia AirScale- und Flexi-Mobilfunkbasisstationen, das Leitungsratenübertragungen von 9,8304 Gbps (CPRI Option 7) über bis zu 1,4 km auf Singlemode-Fasern mit Duplex-LC-Schnittstelle bereitstellt.

Geräteübersicht

Hersteller
Nokia
Gerätemodell
Nokia 9.8G SFP+ 1.4km Transceiver
Gerätetyp
Optische SFP-Module
Controller- / Firmware-Version
Am installierten System abzugleichen
Vollständige Produktspezifikationen anzeigen
Nokia 9.8G SFP+ 1310nm 1.4km industrieller optischer Transceiver (CPRI Option 7)

Die nachstehenden Daten entstammen dem aktuellen Produktkatalog. Controller, Softwareversion und Konfiguration des installierten Systems sind separat abzugleichen.

Datenübertragungsrate
9.8304 Gbps
Zentrale Wellenlänge
1310 nm
Maximale Reichweite
1.4 km
LWL-Fasertyp
Single-Mode Fiber (SMF) (SMF)
Typische Leistungsaufnahme
< 1.0 W
Optischer Steckverbindertyp
Duplex LC (blue pull-tab latch)

Alarme & Störungsbehebung

OPT_RX_LOS (Optischer RX-Signalverlust)
Port Link/Activity-LED aus, System-Alarm-LED leuchtet dauerhaft rot
Glasfaser-Patchkabel gebrochen oder getrennt; entfernter SFP+ TX-Laser deaktiviert oder defekt; LC-Steckeroberfläche stark verschmutzt; Leitungsdämpfung überschreitet Empfängerempfindlichkeitsschwelle (<-14,4 dBm).
1. Mechanische Verriegelung des SFP+-Moduls und des LC-Glasfaseranschlusses überprüfen. 2. Steckeroberfläche mit einem LC-Glasfaser-Reinigungswerkzeug prüfen und reinigen. 3. Optische Empfangsleistung mit Pegelmesser messen und Sollwertbereich (-14,4 dBm bis -1 dBm) validieren. 4. TX-Status des Gegenstellen-BBU/RRU-Ports per CLI analysieren; defekten Transceiver austauschen.
TX_FAULT (Hardwarefehler des Lasersenders)
Port-LED leuchtet gelb, Hardware-Pin TX_FAULT logisch High
Degradation oder Ausfall der internen DFB-Laserdiode; Laser-Vorstrom (Bias) überschreitet Schwellenwert; Versorgungsspannung außerhalb der Toleranz.
1. DDM-Werte via CLI (`show port optical`) abfragen, insbesondere Vorstrom (Bias) und TX-Sendeleistung. 2. Port administrativ deaktivieren und reaktivieren (shut/no shut), um die Lasertreiberstufe zurückzusetzen. 3. SFP+-Transceiver entriegeln, herausziehen und fest neu einstecken, um Kontaktfehler zu beheben. 4. Falls der Fehler bestehen bleibt und keine Sendeleistung vorhanden ist, Nokia 9.8G SFP+-Modul ersetzen.
SFP_TEMP_HIGH (Transceiver DDM-Übertemperatur)
Chassis-Temperatur-LED blinkt gelb, Port-Status-LED leuchtet gelb
Lüfterausfall im BBU-Chassis; verschmutzte Luftfilter behindern Luftstrom; Umgebungstemperatur übersteigt Industriebereich (>85°C); unzureichende Wärmeabfuhr im Transceiver-Käfig.
1. DDM-Temperatur über CLI auslesen und Abweichung zu Schwellenwerten (75°C Warnung, 85°C Alarm) prüfen. 2. Funktion und Drehzahl der BBU-Lüfterkassette auf Fehler oder Ausfall überprüfen. 3. Staubfilter am Lufteinlass reinigen oder austauschen, um den Kühlluftstrom wiederherzustellen. 4. Raumklimatisierung prüfen; gegebenenfalls Transceiver thermisch entzerren (Abstand zwischen belegten Ports lassen).
OPT_RX_PWR_LOW (Optische RX-Leistung zu niedrig)
Port-Link-LED leuchtet grün, NMS meldet gelbe Warnung
Unzulässiger Biegeradius der Glasfaser (Makrokrümmung); verschmutzte ODF-Kupplung; fehlerhafte Spleißstelle; Leitungslänge nahe 1,4 km Limit mit erhöhter Streckendämpfung.
1. Aktuelle RX-Leistung via CLI (`show port optical`) analysieren (Abstand zum Warnwert -11,4 dBm prüfen). 2. Faserverlegung auf Quetschungen oder zu enge Radien prüfen (Mindestbiegeradius >30 mm einhalten). 3. Beide Seiten der ODF-Kupplungen und Patchkabel mit optischem Reinigungswerkzeug reinigen. 4. Bleibt die Dämpfung hoch, OTDR-Messung durchführen, um defekte Spleiße oder Übergänge auf der 1,4-km-Strecke zu lokalisieren.
LINK_CRC_ERR (Link-Flapping & Hohe CRC/FCS-Fehlerrate)
Port-LED blinkt schnell abwechselnd grün und gelb
Oxidation der SFP+-Goldkontakte oder Wackelkontakt im Käfig; RX-Pegel schwankt am Rande der Empfängerempfindlichkeit; Fehlabstimmung der CPRI-Datenrate (Option 7 9,8304 Gbps vs 10GbE); übermäßiger Jitter oder Bitfehlerrate.
1. Port-Fehlerstatistiken prüfen (`show port detail`), um den Anstieg von CRC-, FCS- und Code-Violation-Fehlern zu bewerten. 2. Konfiguration an beiden Endpunkten prüfen und Schnittstellen fest auf CPRI Option 7 (9,8304 Gbps) einstellen. 3. Unter ESD-Schutz Transceiver entnehmen, Goldkontakte sorgfältig reinigen und wieder fest verriegeln. 4. Falls CRC-Fehler weiterhin anwachsen, optisches Patchkabel und SFP+-Transceiver austauschen.

Vollständiges Betriebs- und Störungsbehebungshandbuch anfordern

Diese Seite führt die im Feldeinsatz am häufigsten auftretenden kritischen Alarmcodes auf. Vollständige Hersteller-Fehlercodematrizen, detaillierte Schaltpläne und Firmware-Konfigurationshandbücher werden autorisierten Kunden bei Projektbeschaffung und Auslieferung zusammen mit dediziertem FAE-Support bereitgestellt.

Vor-Ort-Daten erfassen

  1. 01

    Exaktes Modell identifizieren

    Erfassen Sie die Daten vom Typenschild, das Systemmodell sowie die Bezeichnung von Controller und Baugruppen.

  2. 02

    Alarmdetails festhalten

    Notieren Sie den vollständigen Alarmtext, LED-Signalfarben, den Zeitpunkt und ob der Fehler dauerhaft ansteht.

  3. 03

    Kürzliche Änderungen dokumentieren

    Erfassen Sie kürzlich durchgeführte Komponententausche, Softwareupdates oder Konfigurationsänderungen.

Erfassen Sie alle in der Systemoberfläche sichtbaren Parameter. Elektrische Messungen, Demontagen und Komponententausche müssen nach Herstellervorgaben und durch qualifiziertes Fachpersonal erfolgen.

Ihr Modell und diese Angaben werden in das Anfrageformular übernommen, damit Sie sie vor dem Absenden prüfen können.

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