Huawei / DC-Stromversorgungssysteme

R4850G6 Geräteinformationen & Support

Der Huawei R4850G6 ist ein Flaggschiff-Gleichrichtermodul mit 3000W (-48V/50A), Spitzenwirkungsgrad von 96,8 %, digitaler Weichschalt-Topologie und extrem niedriger Standby-Leistungsaufnahme.

Geräteübersicht

Hersteller
Huawei
Gerätemodell
R4850G6
Gerätetyp
DC-Stromversorgungssysteme
Controller- / Firmware-Version
Am installierten System abzugleichen
Vollständige Produktspezifikationen anzeigen
Huawei R4850G6 Flaggschiff-Gleichrichter mit ultrahohem Wirkungsgrad -48V 50A 3000W

Die nachstehenden Daten entstammen dem aktuellen Produktkatalog. Controller, Softwareversion und Konfiguration des installierten Systems sind separat abzugleichen.

AC-Eingangsspannung
85VAC ~ 300VAC (Nominal 220VAC) VAC
DC-Nennausgangsspannung
-48 V DC
Kühlverfahren
Built-in intelligent continuously variable-speed fan
Gehäuseabmessungen
40.8 (1U) × 105 × 281 mm

Alarme & Störungsbehebung

AC_IN_FAIL (AC-Eingangsfehler/Netzausfall)
Betriebs-LED (Grün) AUS, Schutz-LED (Gelb) EIN oder AUS
Netzausfall, ausgelöster AC-Leitungsschutzschalter, Eingangsspannung außerhalb des Bereichs (85–300 V AC) oder lose Anschlussklemmen.
1. AC-Spannung an den L/N-Klemmen des Baugruppenträgers mit Multimeter prüfen (Soll: 85–300 V AC); 2. Zugehörigen AC-Leitungsschutzschalter in der ACDU prüfen, auf Kurzschluss prüfen und wiedereinschalten; 3. Modul in einen freien, funktionierenden Steckplatz umsetzen, um Rückwandbus-Fehler auszuschließen; 4. Liegt Spannung an, aber das Modul startet nicht, liegt ein interner PFC-/Netzteildefekt vor; Modul austauschen.
OUT_OVP (DC-Ausgangsüberspannungs-Abschaltung)
Fehler-LED (Rot) leuchtet dauerhaft, Betriebs-LED (Grün) AUS
Fehlfunktion der DC/DC-Regelschleife, PWM-Defekt, Blitzüberspannung oder Überschreiten des Hardware-Abschaltwerts (58,5–60,5 V DC) mit Selbsthaltung.
1. AC-Sicherung des betroffenen Gleichrichters abschalten; 1 Minute warten, bis interne Kondensatoren entladen sind; 2. AC-Sicherung wieder einschalten (Kaltstart); prüfen, ob die grüne Betriebs-LED wieder dauerhaft leuchtet; 3. Über die SMU-Steuerung prüfen, ob die Überspannungsschwelle korrekt konfiguriert ist (<58,5 V DC); 4. Leuchtet die rote LED nach dem Neustart sofort wieder dauerhaft, liegt ein interner Leistungsteildefekt vor; Modul tauschen.
OVER_TEMP (Gleichrichter-Übertemperatur/Abschaltung)
Schutz-LED (Gelb) leuchtet bei Leistungsreduktion; Fehler-LED (Rot) leuchtet bei Übertemperatur-Abschaltung
Umgebungstemperatur übersteigt +55°C, Staubgitter/Kühlluftkanal verstopft, unzureichender Schrankabstand oder mangelnder Luftstrom des Lüfters.
1. Klimaanlage prüfen und sicherstellen, dass die Zulufttemperatur im Nennbereich (-40°C bis +55°C) liegt; 2. Frontseitige Lüftungsgitter und rückseitige Abluftöffnungen gründlich von Staub und Flusen reinigen; 3. Modultemperatur über die SMU-Steuereinheit auslesen; prüfen, ob das Modul nach Abkühlung wieder automatisch anläuft; 4. Tritt die Überhitzung trotz freier Kanäle weiter auf, Lüfter prüfen oder Modul wegen defekter interner Temperatursensoren tauschen.
FAN_FAIL (Lüfterausfall/Blockierter Lüftermotor)
Fehler-LED (Rot) blinkt (0,5 Hz) oder leuchtet dauerhaft, Betriebs-LED (Grün) EIN oder AUS
Fremdkörper blockiert Lüfterflügel, Lagerschaden/Festfressen, Unterbrechung der Tachosignalleitung (PWM) oder defekte Lüftertreiberstufe.
1. Lüfterabdeckungen auf eingedrungene Fremdkörper (z. B. Kabelbinder, Etikettenreste) absuchen, die das Lüfterrad blockieren; 2. Im stromlosen Zustand die Lüfterflügel vorsichtig mit einem isolierten Werkzeug drehen, um Leichtgängigkeit der Lager zu prüfen; 3. Modul aus- und einrasten, um den Lüfter-Selbsttest bei maximaler Drehzahl während des Hochfahrens zu beobachten; 4. Dreht der Lüfter trotz Freigängigkeit nicht oder macht er laute Schleifgeräusche bei aktiver roter LED, Lüfter oder Gesamtmodul austauschen.
COMM_FAIL (CAN-Bus-Kommunikationsabbruch/Stromaufteilungsfehler)
Schutz-LED (Gelb) blinkt langsam (0,5 Hz), Betriebs-LED (Grün) leuchtet dauerhaft
Verbogene oder oxidierte CAN-Pins am Rückwandanschluss, defekter SMU-Schnittstellenport, fehlerhafter Busabschlusswiderstand oder defekter CAN-Transceiver, wodurch die automatische Lastaufteilung ausfällt.
1. SMU-Steuerung prüfen, um festzustellen, ob benachbarte Gleichrichtermodule einwandfrei erkannt und abgefragt werden; 2. Modul herausziehen und die CAN-Signalkontakte am Steckverbinder auf Korrosion, verbogene Pins oder Staubablagerungen prüfen; 3. Modul wieder vollständig in den Steckplatz einschieben und Fronthebel arretieren, um einwandfreien Kontakt sicherzustellen; 4. Blinkt die gelbe LED weiterhin mit 0,5 Hz und meldet die SMU Kommunikationsabbruch, CAN-Adresse im SMU-Menü neu scannen; bei Misserfolg Modul tauschen.

Vollständiges Betriebs- und Störungsbehebungshandbuch anfordern

Diese Seite führt die im Feldeinsatz am häufigsten auftretenden kritischen Alarmcodes auf. Vollständige Hersteller-Fehlercodematrizen, detaillierte Schaltpläne und Firmware-Konfigurationshandbücher werden autorisierten Kunden bei Projektbeschaffung und Auslieferung zusammen mit dediziertem FAE-Support bereitgestellt.

Vor-Ort-Daten erfassen

  1. 01

    Exaktes Modell identifizieren

    Erfassen Sie die Daten vom Typenschild, das Systemmodell sowie die Bezeichnung von Controller und Baugruppen.

  2. 02

    Alarmdetails festhalten

    Notieren Sie den vollständigen Alarmtext, LED-Signalfarben, den Zeitpunkt und ob der Fehler dauerhaft ansteht.

  3. 03

    Kürzliche Änderungen dokumentieren

    Erfassen Sie kürzlich durchgeführte Komponententausche, Softwareupdates oder Konfigurationsänderungen.

Erfassen Sie alle in der Systemoberfläche sichtbaren Parameter. Elektrische Messungen, Demontagen und Komponententausche müssen nach Herstellervorgaben und durch qualifiziertes Fachpersonal erfolgen.

Ihr Modell und diese Angaben werden in das Anfrageformular übernommen, damit Sie sie vor dem Absenden prüfen können.

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