Huawei / Indoor-Stromversorgungssysteme

ETP48300-C9A1 Geräteinformationen & Support

Das Huawei ETP48300-C9A1 ist ein modulares 19-Zoll-DC-Stromversorgungssystem hoher Kapazität, das AC-Überspannungsschutz, Hocheffizienz-Gleichrichtung, mehrstufigen Batterie-Tiefentladeschutz (LVD) und SNMP-Ferntelemetrie vereint.

Geräteübersicht

Hersteller
Huawei
Gerätemodell
ETP48300-C9A1
Gerätetyp
Indoor-Stromversorgungssysteme
Controller- / Firmware-Version
Am installierten System abzugleichen
Vollständige Produktspezifikationen anzeigen
Huawei ETP48300-C9A1 Integriertes DC-Stromversorgungssystem Hoher Kapazität -48V 300A Baugruppenträger

Die nachstehenden Daten entstammen dem aktuellen Produktkatalog. Controller, Softwareversion und Konfiguration des installierten Systems sind separat abzugleichen.

DC-Nennausgangsspannung
-48 V DC
Gehäuseabmessungen
130 (3U) × 442 × 360 mm
Betriebstemperaturbereich
-40 ~ +65 °C
Gleichrichter-Steckplätze
6 × 50A Slots
AC-Netzeinspeisungsart
380V 3-Phase / 220V 1-Phase Compatible
Systemüberwachungs-Controller
SMU02B / SMU02C

Alarme & Störungsbehebung

AC_FAIL (Netzausfall AC / Phasenausfall)
SMU-Controller Rote ALM-LED leuchtet dauerhaft; Grüne Eingangs-LED am Gleichrichter aus, rote Fehler-LED an
Externer Netzausfall, ausgelöster AC-Eingangs-Leitungsschutzschalter, durchgebrannte Sicherung oder Phasenspannung außerhalb von 85V–300V AC
1. Messen Sie die Außenleiterspannungen gegen Neutralleiter an den AC-Eingangsklemmen mit einem Multimeter. 2. Überprüfen Sie den AC-Leitungsschutzschalter; schalten Sie ausgelöste Schalter wieder ein und ziehen Sie lose Klemmen nach. 3. Prüfen Sie, ob Spannung und Frequenz den Spezifikationen (85V–300V AC) entsprechen; schalten Sie bei anhaltender Netzstörung auf das Notstromaggregat um.
RECT_HVSD (Gleichrichter-Abschaltung wegen Ausgangsüberspannung)
Rote Fehler-LED des betroffenen Gleichrichters leuchtet dauerhaft (verriegelt), gelbe LED an oder aus; SMU-ALM-Anzeige aktiv
Defekt im internen DC-DC-Regelkreis, gealterte Ausgangskondensatoren oder Fehler bei der Lastaufteilung führen zum Überschreiten des Hardware-Abschaltwerts von 59,5V DC
1. Identifizieren Sie den Steckplatz des abgeschalteten Gleichrichters über das Display des SMU-Controllers. 2. Ziehen Sie das Modul heraus, warten Sie 3 Minuten auf die Entladung der Kondensatoren und stecken Sie es wieder fest ein. 3. Schaltet das Modul erneut mit roter LED ab, liegt ein interner Hardwareschaden vor; tauschen Sie das Modul gegen eine intakte Einheit aus.
DC_UNDER_VOLT (DC-Unterspannung / LLVD-Lastabwurf)
Rote ALM-LED am SMU-Controller leuchtet dauerhaft, Summer ertönt, Statusanzeige für geöffneten LLVD-Schütz aktiv
Längerer Stromausfall führt zur Tiefentladung der Batterien, Totalausfall aller Gleichrichter oder Abfall der DC-Sammelschienenspannung unter den LLVD-Grenzwert (z. B. 47,0V DC)
1. Schließen Sie unverzüglich ein mobiles Notstromaggregat an, um die Gleichrichter zu starten und die DC-Last zu versorgen. 2. Falls kein AC verfügbar ist, trennen Sie unkritische Verbraucher manuell ab, um Batterieschäden vor Erreichen der BLVD-Abschaltung zu verhindern. 3. Nach Netzwiederkehr die LLVD/BLVD-Schwellenwerte am SMU prüfen und den Batterieladestrom (typisch 0,1C10) überwachen.
CAN_COMM_FAIL (CAN-Bus-Kommunikationsfehler der Gleichrichter)
Gelbe LED am Gleichrichter blinkt langsam (0,5 Hz); SMU-Display meldet Kommunikationsverlust; Modul läuft im autonomen Notbetrieb
Unterbrechung der CAN-Busleitung auf der Rückwandplatine, fehlerhafter Abschlusswiderstand, verbogene Kontaktstifte oder defekter CAN-Transceiver am SMU-Controller
1. Modulsitz prüfen; entriegeln und stecken Sie den Gleichrichter neu ein; prüfen Sie die Steckerleiste auf verbogene Pins und Fremdkörper. 2. Prüfen Sie den SMU-Sitz; navigieren Sie im SMU-Menü zur Überprüfung der Moduladressen und Baudraten-Einstellungen. 3. Messen Sie im spannungsfreien Zustand den Widerstand zwischen CAN_H und CAN_L (Sollwert ca. 60 Ohm); SMU oder Rückwandplatine bei Defekt ersetzen.
SPD_FAIL (Überspannungsschutz defekt / SPD-Auslösung)
Optisches Schauglas des SPD wechselt von grün auf rot; gelbe Warn-LED am SMU-Controller leuchtet
Blitzschlag oder netzseitige Überspannungstransiente hat die Metalloxid-Varistoren (MOV) überlastet und die thermische Trennvorrichtung ausgelöst
1. Überprüfen Sie die SPD-Steckmodule in der AC-Verteilung, um die defekte Phase (rotes Schauglas) zu lokalisieren. 2. Prüfen Sie den vorgeschalteten Leitungsschutzschalter des Überspannungsschutzes und die Meldeleitung des potentialfreien Kontakts. 3. Tauschen Sie die defekte Steckpatrone im laufenden Betrieb gegen ein typgleiches Ersatzteil aus (z. B. 20kA/40kA); prüfen Sie die grüne Anzeige und quittieren Sie den Alarm am SMU.

Vollständiges Betriebs- und Störungsbehebungshandbuch anfordern

Diese Seite führt die im Feldeinsatz am häufigsten auftretenden kritischen Alarmcodes auf. Vollständige Hersteller-Fehlercodematrizen, detaillierte Schaltpläne und Firmware-Konfigurationshandbücher werden autorisierten Kunden bei Projektbeschaffung und Auslieferung zusammen mit dediziertem FAE-Support bereitgestellt.

Vor-Ort-Daten erfassen

  1. 01

    Exaktes Modell identifizieren

    Erfassen Sie die Daten vom Typenschild, das Systemmodell sowie die Bezeichnung von Controller und Baugruppen.

  2. 02

    Alarmdetails festhalten

    Notieren Sie den vollständigen Alarmtext, LED-Signalfarben, den Zeitpunkt und ob der Fehler dauerhaft ansteht.

  3. 03

    Kürzliche Änderungen dokumentieren

    Erfassen Sie kürzlich durchgeführte Komponententausche, Softwareupdates oder Konfigurationsänderungen.

Erfassen Sie alle in der Systemoberfläche sichtbaren Parameter. Elektrische Messungen, Demontagen und Komponententausche müssen nach Herstellervorgaben und durch qualifiziertes Fachpersonal erfolgen.

Ihr Modell und diese Angaben werden in das Anfrageformular übernommen, damit Sie sie vor dem Absenden prüfen können.

Verwandte Fachartikel

Durchsuchen Sie unsere technischen Leitfäden oder senden Sie eine Anfrage zu diesem Modell.

Alle Artikel anzeigen

Benötigen Sie ein Ersatzmodul oder Zusatzequipment?

Gleichen Sie die vollständige Modellbezeichnung, Systemkonfiguration und Kompatibilitätsvorgaben ab, bevor Sie passende Ersatzteile anfragen.

Passende Produkte anfragen

Sie haben ein konkretes Modell und eine Störung vor Ort?

Übermitteln Sie das genaue Modell, den Alarmtext sowie beobachtete Symptome, um relevante Dokumentationen und Kompatibilitätsanforderungen zu ermitteln.

Technischen Support anfordern