Delta / DC-Stromversorgungssysteme

Delta DPR 2900B-48 Geräteinformationen & Support

Das Delta DPR 2900B-48 ist ein industrietaugliches, im laufenden Betrieb austauschbares (hot-swap) einphasiges Schaltnetzteil-Gleichrichtermodul, das auf einer fortschrittlichen resonanten Weichschalt-Topologie und aktiver PFC basiert. Mit einem breiten Eingangsspannungsbereich von 90V AC bis 300V AC liefert es eine nominale DC-Ausgangsspannung von 53,5V DC (einstellbar von 42V bis 58V DC) und bis zu 2900W/50A an sauberer, extrem rauscharmer Gleichstromleistung für Telekommunikations- und kritische Infrastrukturanlagen.

Geräteübersicht

Hersteller
Delta
Gerätemodell
Delta DPR 2900B-48
Gerätetyp
DC-Stromversorgungssysteme
Controller- / Firmware-Version
Am installierten System abzugleichen
Vollständige Produktspezifikationen anzeigen
Delta DPR 2900B-48 Industrielles Telekom-Gleichrichtermodul 53,5V 50A 2900W 1-Phasen-AC-Eingang

Die nachstehenden Daten entstammen dem aktuellen Produktkatalog. Controller, Softwareversion und Konfiguration des installierten Systems sind separat abzugleichen.

Nennausgangsleistung
2900W (50A @ 58V DC)
DC-Nennausgangsspannung
42V DC ~ 58V DC (Nominal 53.5V DC)
Nennausgangsstrom
50A Continuous Constant Current Output
AC-Eingangsspannungsbereich
90V AC ~ 300V AC (Nominal 220V AC)
Wandlungswirkungsgrad
≥ 92% (Industrial Grade Robust Efficiency)
Kühlverfahren
Built-in Intelligent DC Exhaust Fan

Alarme & Störungsbehebung

AC_FAIL (Netzeingangsstörung / Ausfall)
Grüne LED AUS, Rote LED EIN (dauerhaft)
Netzausfall, vorgeschalteter AC-Leitungsschutzschalter ausgelöst oder Eingangsspannung außerhalb des Bereichs (<80VAC oder >300VAC).
1. AC-Phasen- und Neutralleiter-Spannung an den Steckkontakten des Baugruppenträgers mit einem Multimeter messen. 2. Vorgeschalteten Leitungsschutzschalter in der AC-Verteilung prüfen und ggf. wiedereinschalten. 3. Liegt die Eingangsspannung im Betriebsbereich (80-300VAC), Modul herausziehen, Gerätestecker auf Kontaktabbrand prüfen, Modul wieder fest einsetzen und Selbsttest abwarten.
DC_OVP_LOCK (DC-Ausgangsüberspannung Verriegelung / HVSD)
Grüne LED AUS, Rote LED EIN (dauerhaft verriegelt)
Fehler im internen Regelkreis oder der Hilfsspannungsversorgung, wodurch die Hochspannungsabschaltschwelle (HVSD, typisch >59,5VDC) überschritten und das Modul verriegelt wurde.
1. AC-Einspeisung trennen oder Modul für mindestens 60 Sekunden aus dem Schacht ziehen, um Zwischenkreiskondensatoren zu entladen und die Verriegelung zurückzusetzen. 2. Am System-Controller (PSC 3 / CSU) die parametrierten Float- und Boost-Spannungsgrenzen prüfen. 3. Modul wieder einsetzen und zuschalten; verriegelt das Modul erneut sofort im OVP-Status, liegt ein interner Reglerschaden vor, Modul austauschen.
OTP_SHUTDOWN (Übertemperaturschutzabschaltung)
Gelbe LED blinkt, dann EIN (dauerhaft), Grüne LED AUS
Kühlkörpertemperatur hat den Grenzwert (>105°C) überschritten; Ursachen sind verstopfte Front-Staubfilter, blockierter Abluftkanal oder überhöhte Schrankumgebungstemperatur.
1. Frontlüftungsgitter und Staubfilter von Schmutz befreien; mindestens 100 mm Freiraum vor und hinter dem Baugruppenträger für Luftströmung sicherstellen. 2. Klimatisierung der Station kontrollieren; Umgebungstemperatur muss unter 45°C gehalten werden. 3. Modul abkühlen lassen bis Schaltschwelle unterschritten wird (~85°C); das Modul startet automatisch neu. Bleibt der Fehler bei Raumtemperatur aktiv, NTC-Fühler/Modul tauschen.
FAN_FAULT (Lüfterstörung / Lüfter blockiert)
Rote LED blinkt (1Hz), Gelbe LED EIN (dauerhaft)
Mechanische Blockade des bürstenlosen DC-Lüfters, Lagerschaden oder Ausfall des Tachosignals unter den Mindestdrehzahl-Grenzwert.
1. Modul spannungsfrei schalten und Lüfterflügel visuell auf Fremdkörper prüfen; Rotor von Hand drehen, um Leichtgängigkeit der Lagerung zu prüfen. 2. Modul ziehen und Kabelbaum sowie Steckverbinder des Lüfters zur Steuerplatine auf festen Sitz prüfen. 3. Dreht der Lüfter frei und sind Steckkontakte fehlerfrei, der Lüfter läuft aber nach Einschalten nicht an, Lüftereinheit oder komplettes DPR 2900B Modul ersetzen.
CAN_COMM_FAIL (CAN-Bus Kommunikationsverlust / Lastverteilungsfehler)
Gelbe LED EIN (dauerhaft), Grüne LED EIN (dauerhaft - autonomer Betrieb)
Physikalische Unterbrechung der CAN-Bus-Verbindung zwischen Gleichrichter und Controller (PSC 3/CSU), fehlender Abschlusswiderstand oder CAN-ID-Konflikt (Modul fällt auf voreingestellte Festspannung zurück).
1. Am Controller (PSC 3) prüfen, ob das Modul im entsprechenden Steckplatz als 'Offline' / 'Kommunikationsabbruch' gelistet wird. 2. CAN-Bus-Verbindungskabel (RJ45) zwischen den Baugruppenträgern und die 120-Ohm-Abschlusswiderstände auf festen Sitz kontrollieren. 3. Modul aus- und fest wieder einrasten. Falls nicht erkannt, Modul in einen funktionierenden Steckplatz tauschen, um festzustellen, ob der interne CAN-Transceiver oder die Backplane defekt ist.

Vollständiges Betriebs- und Störungsbehebungshandbuch anfordern

Diese Seite führt die im Feldeinsatz am häufigsten auftretenden kritischen Alarmcodes auf. Vollständige Hersteller-Fehlercodematrizen, detaillierte Schaltpläne und Firmware-Konfigurationshandbücher werden autorisierten Kunden bei Projektbeschaffung und Auslieferung zusammen mit dediziertem FAE-Support bereitgestellt.

Vor-Ort-Daten erfassen

  1. 01

    Exaktes Modell identifizieren

    Erfassen Sie die Daten vom Typenschild, das Systemmodell sowie die Bezeichnung von Controller und Baugruppen.

  2. 02

    Alarmdetails festhalten

    Notieren Sie den vollständigen Alarmtext, LED-Signalfarben, den Zeitpunkt und ob der Fehler dauerhaft ansteht.

  3. 03

    Kürzliche Änderungen dokumentieren

    Erfassen Sie kürzlich durchgeführte Komponententausche, Softwareupdates oder Konfigurationsänderungen.

Erfassen Sie alle in der Systemoberfläche sichtbaren Parameter. Elektrische Messungen, Demontagen und Komponententausche müssen nach Herstellervorgaben und durch qualifiziertes Fachpersonal erfolgen.

Ihr Modell und diese Angaben werden in das Anfrageformular übernommen, damit Sie sie vor dem Absenden prüfen können.

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